Didi Kühbauer und die Herausforderungen bei Rapid:

didi kuehbauer

Mit 01. Oktober 2018 hat eine neue Ära begonnen – Dietmar „Didi“ Kühbauer ist der neue Fußballlehrer beim SK Rapid Wien. Keine einfache Aufgabe, denn mangels Erfolgserlebnisse ist die Ungeduld der treuen Fans groß geworden. Auch Goran Djuricin ist an dieser Erwartungshaltung gescheitert. Sein Rückhalt bei den Fans war allerdings auch nie besonders groß.

Didi Kühbauer übernimmt eine intakte Mannschaft und eine Aufgabe, von der viele Menschen nur träumen dürfen.

Wo kann der 47jährige auf funktionierende Strukturen zurückgreifen und wo muss er dringend Lösungen finden. Grünaufweiß gibt einen Überblick:

 

Der Kader:

Tor: Richard Strebinger hat sich zur uneingeschränkten Nummer 1 bei Rapid Wien gemausert. Schwächen hat er unter Druck im Spielaufbau offenbart.

Tobias Knoflach ist zwar fußballerisch besser und nimmt aktiver am Spielgeschehen teil, wird aber an Richard Strebinger nicht vorbei kommen.

Mit dem verletzten Paul Gartler hat Rapid zudem ein weiteres großes Talent in der Hinterhand.

Fazit: Richard Strebinger hat gebraucht, bis er bei Rapid Wien angekommen ist. Nun ist er allerdings die unumstrittene Nummer 1 und hat sich in den Kader der österreichischen Nationalmannschaft gespielt. Fußballerisch hat er noch Luft nach oben. Mit Tobias Knoflach und Paul Gartler – nach seiner Genesung – stehen Didi Kühbauer 2 solide Backups zur Verfügung.

 

Innenverteidigung:

Mario Sonnleitner erlebt seinen x-ten Frühling und hat sich nach Startschwierigkeiten zum Leader in der Abwehr entwickelt. Die Verlängerung seines Vertrages sollte nur eine Frage der Zeit sein. Spieleröffnungswunder wird er keines mehr werden, aber er besticht durch Antizipation, gutes Stellungsspiel und starkes Zweikampfverhalten.

Mateo Barac hat in den 33 Minuten bis zur seiner Verletzung in Glasgow eine deutlich positivere Körpersprache gezeigt. Kein Vergleich zu dem nervösen Auftritt in Bukarest.

Christopher Dibon wurde in Glasgow ins kalte Wasser geworfen und meisterte die Aufgabe bravourös. Nach mehr als 16 Monaten Verletzungspause und bloß 3 Einsätzen bei Rapid II. Auch gegen Mattersburg hat er mit Mario Sonnleitner die Abwehr dichtgehalten.

Maximilian Hofmann hat heuer bereits 6 Spiele wegen eines Muskelfaserrisses verpasst, nun setzt ihn ein Bänderriss im Knie außer Gefecht. Trotzdem ist er bereits in 6 Spielen zum Einsatz gekommen und hat in Salzburg einen Treffer erzielt.

Mert Müldür ist in seiner ersten Profisaison in 18 Spielen 13mal eingesetzt worden. Aber nur 2mal auf seiner angestammten Position als Innenverteidiger. Für einen Außenverteidiger fehlt es ihm am nötigen Offensivdrang. Gegen Bosnien-Herzegowina hat der gebürtige Wiener seinen ersten Nationalteameinsatz absolviert. Allerdings für die Türkei.

Fazit: In der Innenverteidigung erwartet Didi Kühbauer mittelfristig die Qual der Wahl. Dabei wird dem Rapidtrainer derzeit noch durch die Verletzungen von Maximilian Hofmann und Mateo Barac die Entscheidung leichter gemacht. Alle 5 Innenverteidiger können ohne Bedenken für die Startelf nominiert werden. Das könnte bei fehlender Einsatzzeit zu Unzufriedenheiten führen.

 

Außenverteidigung:

Boli Bolingoli konnte nicht nur gehalten werden, sondern sein Vertrag wurde auch um ein weiteres Jahr bis Juni 2021 verlängert. Auch wenn er defensiv für Patzer zu haben ist, bereichert er mit seinen dynamischen und trickreichen Vorstößen Rapids Offensivspiel. Wegen einer Oberschenkelverletzung hat er bereits 7 Spiele verpasst und an seiner Torgefährlichkeit (1 Tor und 1 Assist) muss er noch arbeiten.

Marvin Potzmann durfte einzig in Salzburg nur zuschauen. Ansonsten ist er bei Rapid ein Dauerläufer und wusste zumeist mit guten Leistungen zu gefallen. In Glasgow und gegen Mattersburg hat er jedoch etwas überspielt gewirkt. Bedauerlich, dass er für das unbedeutende Spiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen Dänemark nachnominiert wurde. Ein paar Tage mehr Regeneration hätten ihm sicher nicht geschadet.

Stephan Auer ist nominell als erster Backup in die Saison gestartet, wurde aber von Mert Müldür „überholt“. Dennoch stand er 5mal in der Startelf, gelungen ist ihm dabei jedoch recht wenig.

Manuel Thurnwald durfte bislang in einem Spiel mitwirken – und die 45 Minuten in Pasching gegen den LASK waren wenig berauschend. Zudem hat er sich in diesem Spiel auch noch einen Muskelriss zugezogen. Ob er ohne Verletzung mehr Spielzeit erhalten hätte, darf zumindest bezweifelt werden.

Fazit: Der erste Anzug sitzt, der zweite nicht. Das Experiment mit Mert Müldür kann zwar im äußersten Notfall, oder um ein Ergebnis zu halten, wiederholt werden, Zukunft hat es keines. Stephan Auer wurde ein Innenverteidiger vor die Nase gesetzt und Manuel Thurnwald hätte es auch ohne Verletzung schwer gehabt, um überhaupt in den Kader zu kommen. Im Sommer geisterte durch diverse Foren immer wieder der Name des Kapfenbergspielers Manuel Haas – geworden ist es dann für ihn der SKN St. Pölten. Beim Tabellenzweiten durfte er in allen 10 Bundesligaspielen an den Start gehen und hat 3 Tore vorbereitet.

Fällt Boli Bolingoli oder Marvin Potzmann aus, hat Rapid ein Problem. Die Alternativen werden Didi Kühbauer kaum zufrieden stellen, Stephan Auer und Manuel Thurnwald sind für Rapid zu schwach. Haben allerdings gültige Arbeitspapiere bis 2020.

 

Defensives und zentrales Mittelfeld:

Dejan Ljubicic war im letzten Jahr noch als Shootingstar die Entdeckung der Saison bei Rapid und spielte sich mit seiner unbekümmerten Spielweise in die Herzen der Fans. Wie so oft bei Aufsteigern ist die zweite Saison jedoch deutlich schwieriger als die erste. Vor allem sein Offensivspiel lahmt. Auch sein unnötiger Ballverlust in Glasgow wird ihm kaum zusätzliches Selbstvertrauen gebracht haben.

Stefan Schwab war in der letzten Spielzeit noch der torgefährlichste Rapidspieler, heuer wurde er zumeist deutlich defensiver eingesetzt. Auch wenn sich der Kapitän bemüht und sich in jedem Match zerreißt, wirkt er zeitweise verunsichert und kann dem Rapidspiel nicht den Stempel aufdrücken, wie die Fans es von ihm gewohnt sind. Gegen Mattersburg durfte er in der Mittelfeldraute offensiver agieren.

Manuel Martic hat bereits beim SKN St. Pölten mit Didi Kühbauer erfolgreich zusammengearbeitet. Seine Rapidtauglichkeit konnte er zwar andeuten, aber noch nicht beweisen.

Philipp Malicsek kennt Didi Kühbauer aus seiner Zeit in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. Viele Chancen hat er unter ihm nicht erhalten. Und auch bei Rapid reichte es heuer erst zu 146 Spielminuten. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung würde überraschen.

Fazit: Es passt mit Dejan Ljubicic und Stefan Schwab der erste Anzug. Obwohl beide Spieler hinter den Erwartungen geblieben sind. Hier gilt es für den neuen Trainer anzusetzen und die richtige Balance zu finden. Ansätze hat man gegen Mattersburg gesehen. Die beiden Backups kennt er aus seiner Zeit beim SKN St. Pölten. Das erhöht die Chancen für Manuel Martic und senkt sie für Philipp Malicsek. Und da kommt ein Name ins Spiel, mit dem wohl niemand mehr wirklich gerechnet hat – Ivan Mocinic. Beim Testmatch in Horn war er in den ersten 45 Minuten im Einsatz. Es gibt wohl keinen bei Rapid, der sich nicht freuen würde, wenn der Kroate nach seiner langen Verletzungszeit noch einmal durchstarten könnte.

 

Offensives Mittelfeld und Flügelspieler:

Christoph Knasmüllner hat nun auch in der Meisterschaft endlich angeschrieben. Mit 6 Toren und 8 Torvorlagen ist er die stärkste Offensivwaffe des SK Rapid Wien. Er kann aber noch deutlich mehr und würde von einer offensiveren Ausrichtung noch mehr profitieren.

Thomas Murg kommt in 17 Einsätzen auf 8 Scorerpunkte. Das ist ein durchaus respektabler Wert. Trotzdem wirkt er nicht zufrieden und scheint mit sich zu hadern. Verständlich, denn da ist auch Pech dabei. Da beziehe ich mich nicht auf Stangenschüsse, die kennt er ja schon, sondern auf Verletzungen oder Formschwächen seiner Mitspieler. Thomas Murg benötigt technisch versierte Kicker, mit denen er das Kurzpassspiel aufziehen oder mit Doppelpässen den Gegner überwinden kann. Von Mert Müldür hat er diesbezüglich überhaupt keine Unterstützung erhalten und war auf der rechten Seite zumeist alleine auf weiter Flur, Marvin Potzmann gegen Mattersburg außer Form.

Andrei Ivan hat Talent. Das ist unbestritten. Und er hat auch stark begonnen. 2 Tore im Cup in Kufstein und ein Tor in der Südstadt. Seither konnte er die Erwartungen nicht mehr erfüllen. Eine Torvorlage im Heimspiel gegen Slovan Bratislava steht noch auf seiner Habenseite. Zu wenig. Ein Spieler mit seiner Klasse, müsste in der österreichischen Bundesliga deutlich mehr reüssieren können.

Veton Berisha rackert und rackert, aber es fehlt ihm am technischen Rüstzeug. Dadurch erzeugt er kaum Torgefahr. 3 Treffer in 16 Einsätze sind für seine Verhältnisse recht ordentlich, Anwärter auf den Torschützenkönig ist er auch heuer nicht.

Aleksandar Kostic hat zwar Potential, ob das für Rapid reicht, bleibt abzuwarten. Seinen einzigen Saisontreffer hat er für Rapid II erzielt. Sein einziges Spiel von Beginn weg gegen den LASK war ähnlich bescheiden wie bei Manuel Thurnwald.

Philipp Schobesberger fällt leider immer noch verletzt aus. Nicht wenige bei Rapid sehnen seine vollständige Genesung und sein Comeback herbei. Der Flügelflitzer würde das Offensivspiel der Grün-Weißen mit seiner Schnelligkeit variantenreicher machen.

Tamás Szantó laboriert noch immer an seiner schweren Knieverletzung und ist auch weiterhin kein Thema.

Fazit:

Durch die defensivere Ausrichtung von Kapitän Stefan Schwab hat das Mittelfeld an Torgefährlichkeit eingebüßt. Das war aber in der letzten Saison noch die große Stärke von Rapid. Christoph Knasmüllner trifft zwar international, in der Meisterschaft hat es erst gegen Mattersburg geklappt. Thomas Murg ist noch nicht in der Form der letzten Saison, Andrei Ivan und Veton Berisha suchen noch nach ihrem Torriecher.

Unter Didi Kühbauer muss das Mittelfeld wieder zum Prunkstück der Mannschaft werden. Da bedarf es einer offensiveren Ausrichtung als unter seinem Vorgänger. Die Raute gegen Mattersburg war ein erster, interessanter Ansatz.

 

Stürmer:

Deni Alar braucht sich zwar für 5 Tore und 2 Vorlagen in 18 Versuchen nicht genieren, insgesamt zeigt die Formkurve jedoch nach unten. Derzeit erinnert er eher an den Deni Alar als sein Vertrag bei Rapid nicht verlängert wurde, als an den torgefährlichen Stürmer bei Sturm Graz. Aber wie lässt sich der torgefährliche Deni Alar aus dem blassen Deni Alar herauskitzeln?

Andrija Pavlovic musste aufgrund eines Muskelrisses lange auf seinen ersten Einsatz bei Rapid warten. Und ist dann in einer sehr schwierigen Phase bei Rapid zu seinen ersten Spielminuten gekommen. Seine Klasse hat er schon aufblitzen lassen, getroffen oder vorbereitet hat er noch nicht.

Jérémy Guillemenot konnte bislang noch nicht darlegen, weshalb er vor 2 Jahren vom FC Barcelona verpflichtet und heuer von Sportdirektor Fredy Bickel ausgeliehen wurde. Sein Startelfdebüt in Salzburg dauerte nicht nur bloß 45 Minuten, sondern auch die mitgereisten Fans.

Fazit:

Seit dem Verkauf von Robert Beric sucht Rapid Wien händeringend nach einer Lösung für sein Stürmerproblem. Gleich 3 neue Stürmer sollten es in der neuen Spielzeit richten.

Andrija Pavlovic ist ohne Spielpraxis zu Rapid gekommen und hat sich in der Vorbereitung verletzt. Fredy Bickels Coup mit Deni Alar hat bis zum jetzigen Zeitpunkt eher Sturm Graz geschwächt, als Rapid Wien wirklich verstärkt. Zumindest kann Rapids Spielweise seine Goalgetterqualitäten noch nicht zur Entfaltung bringen. Jérémy Guillemenot droht ob des bisherigen Saisonverlaufs zu einer Randnotiz auf www.rapidarchiv.at zu verkommen.

Gegen Mattersburg hat es Didi Kühbauer mit 2 Stürmern probiert. Es wird für den weiteren Saisonverlauf extrem wichtig sein, wie er seine Stürmer am besten in Stellung bringen kann und wo sie ihre Abschlüsse suchen.

 

Die Taktik:

Auch wenn seine Amtszeit erste wenige Tage alt ist, hat er bereits im zweiten Spiel eine Systemveränderung vorgenommen und auf eine Mittelfeldraute und 2 Stürmer gesetzt. Durch die ewig gleiche Spielweise war Rapid Wien unter Goran Djuricin für den Gegner zu leicht ausrechenbar. Vielleicht nicht international, aber von Altach über Wolfsberg bis Mattersburg war den Gegnern Rapids Spielweise vorab bekannt. Und es wurden Antworten entwickelt. Im Schnitt ein Tor pro Meisterschaftsspiel ist für die Ansprüche des Rekordmeisters zu wenig. Hier wartet viel Arbeit auf den neuen Rapidtrainer.

 

Der Trainer-Staff:

Es ist grundsätzlich zu begrüßen, dass der Cheftrainer ein Team an Experten als seine Unterstützung um sich schart und der Verein die Mittel zur Verfügung stellt. Bloß – wo blieb bei Rapid der Output? Thomas Hickersberger wusste in seiner Zeit unter Zoki Barisic mit seinen einstudierten Freistoß- und Eckballvarianten zu überraschen und gilt als Taktikfuchs. Was hat im Zusammenspiel mit Goran Djuricin nicht geklappt? Auf das Thema Fitness gehe ich separat ein, aber auch hierfür gibt es einen zuständigen Trainer. Mit Manfred Nastl wurde Didi Kühbauer zumindest sein langjähriger Wegbegleiter als Co-Trainer zur Seite gestellt.

 

Die Fitness:

Im Gegensatz zur letzten Saison ist die Mannschaft heuer zumeist überfallsartig in die Matches gestartet. Und während des Spiels eingebrochen. In der Südstadt war es nach einer komfortablen Pausenführung noch egal, mit Fortdauer der Saison nicht mehr. Auf eine starke Halbzeit folgte regelmäßig eine schwache. Besonders deutlich wurde es im Ibrox Stadium in Glasgow. Die Rangers waren spielerisch nicht besser, haben aber die Rapidmannschaft in den zweiten 45 Minuten niedergekämpft. Das wäre auch eine Erklärung für die vielen Muskelverletzungen bei Rapid. Da wird eine Länderspielpause nicht reichen und eine Korrektur erst in der Wintervorbereitung möglich sein. Es kann und darf nicht sein, dass einem Rapidteam die Puste ausgeht.

 

Die Fans:

Didi Kühbauer ist als Jahrhundertrapidler auch eine Antwort für die Rapidfans. Schon zu lange müssen sie vergeblich auf einen weiteren Titel warten und die Unruhe wächst. Nachvollziehbar. Rapid tanzt zwar noch auf 3 Hochzeiten, aber der Meistertitel ist weg. Im Cup wartet auswärts die Hürde WAC und in der Europa League nun 2 Matches gegen den spanischen Club FC Villarreal .

In seiner Antrittspressekonferenz hat er den Nerv vieler Fans getroffen, aber nette Worte werden Erfolg nicht ersetzen können. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat der 47jährige zumindest einmal Kredit bei den Anhängern.

 

Der Nachwuchs:

Zoki Barisic hatte dem Verein eine einheitliche Spielphilosophie von der Kampfmannschaft bis zu den Jugendteams verordnet. Das kann funktionieren, muss aber nicht zwingend. Seither ist da etwas an Klarheit verloren gegangen und liegt brach. Mit Mert Müldür hat zwar auch heuer ein bei Rapid ausgebildeter Spieler den Sprung ins erste Team geschafft und bei Aleksandar Kostic müssen wir noch abwarten, ansonsten bleibt offen, wer den Sprung aus der Regionalliga Ost zu den Profis tatsächlich schaffen könnte.

Plant Didi Kühbauer seinen Arbeitsplatz bei Rapid langfristig, wird er auch einen Plan entwickeln müssen, wie er Nachwuchsspielern eine Chance geben kann, in die Kampfmannschaft reinzuschnuppern. Nur mit einer Perspektive für die Profimannschaft können die größten Talente langfristig an den Verein gebunden werden. Mit Steffen Hofmann als Talentemanager steht ihm diesbezüglich eine weitere Legende zur Seite.

Mit der Realisierung der geplanten Nachwuchsakademie steht und fällt sehr viel für die Zukunft des Vereins, da darf nicht gespart oder die besten Bedingungen auf dem Altar politischer Interessen geopfert werden.

 

Ausblick:

Selbst wenn die Bundesliga den Salzburgern die Punkte nicht nur halbiert, sondern einfach gleich alle bisherigen aberkennt, wird der Rekordmeister heuer trotzdem keine Chance haben, seine Vitrine mit einem weiteren Meisterteller zu füllen. Zu perfekt spielen die Salzburger. In der Cupauslosung hat uns die Glücksfee bislang nicht geküsst, auf der anderen Seite muss man am Weg ins Finale eben auch den ein oder anderen Bundesligisten aus dem Bewerb werfen. In der Europa League wird man nach den beiden Begegnungen mit dem FC Villarreal mehr wissen. Wenn Rapid international überwintert, wäre das ein großer Erfolg.

Die Defensive steht bei Rapid stabil, aber das Toreschießen bleibt vor allem in der Meisterschaft ein – zu oft – unerfüllter Traum. Mit seinem umfangreichen Trainerteam wird er Lösungen erarbeiten müssen. Die Qualität ist in der Mannschaft vorhanden. Die Offensive muss wieder zum Prunkstück werden. 10 Tore in 10 Meisterschaftsspielen sind zu wenig.

Letztendlich stellt sich auch noch die Frage, mit welchen Spielern Didi Kühbauer zusammenarbeiten möchte. Wir haben die Baustellen im Kader analysiert. Und welche Spieler sie nicht lösen werden.