Cup-Achtelfinale: WAC vs. Rapid Wien – die Match-Analyse

Wolfsberger AC gegen Rapid Wien

Rapid Wien besiegt den WAC auswärts im Cup klar und deutlich! Wie hat Trainer Didi Kühbauer umgestellt? Wer war Man of the Match? Wie sind die Tore entstanden?

 

WAC – Rapid Wien – die Aufstellungen:

WAC Rapid Cup
Vanderals

 

Rapid Wien in einem 4-2-3-1 an 2 Positionen verändert:

Eingedenk der Wichtigkeit dieses Spiels verzichtet Trainer Didi Kühbauer auf große Umstellungen. Statt Marvin Potzmann mimt doch wieder Mert Müldür den rechten Außenverteidiger und anstelle von Sechser Manuel Martic beginnt Dejan Ljubicic. Deni Alar ist angeschlagen und steht nicht im Matchkader.

 

WAC im 3-5-2:

Beim 1:0-Heimsieg gegen SKN St. Pölten hat Fußballlehrer Christian Ilzer auf ein 4-1-3-2 gesetzt, im Cup schickt er seine Spieler in einem 3-5-2 auf den Platz.

Im Tor beginnt Routinier Andreas Kofler.

Die Dreierkette bilden die Innenverteidiger Nemanja Rnic, Manfred Gollner und Kapitän Michael Sollbauer.

Im Mittelfeld agieren Lukas Schmitz, Christoph Wernitznig, Sven Sprangler, Marcel Ritzmaier und Michael Nowak. Die beiden gelernten Außenverteidiger Lukas Schmitz und Michael Novak sollen in der Rückwärtsbewegung den Defensivverbund zu einer Fünferkette anwachsen lassen.

Im Sturm beginnen der Jamaikaner Dever Orgill und Michael Liendl.

Der Altersdurchschnitt ist mit über 29 Jahren sehr hoch.

 

Das Spiel:

Bereits nach wenigen Minuten setzt Rapid Wien die erste Duftmarke – der Schuss von Andrija Pavlovic findet jedoch den Weg ins Tor vorerst nicht. In der 8. Spielminute prallen Christopher Dibon und Dever Orgill heftig zusammen und für den Jamaikaner ist das Spiel mit Verdacht auf Gehirnerschütterung frühzeitig beendet.

Beide Teams sind einander ebenbürtig, jedoch gelingt den Gästen durch einen schönen Spielzug aus der ersten Chance das 0:1. Und legen durch einen schweren Abwehrfehler kurz vor der Pause nach. Beide Tore erzielt der serbische Stürmer Andrija Pavlovic. Der WAC ist in den ersten 45 Minuten bloß ein einziges Mal gefährlich geworden. Christopher Dibon muss zur Pause mit einer Fußverletzung passen. Mit dem schnellen 0:3 nach der Pause ist das Spiel entschieden. Die Lavanttaler haben zwar noch zwei gute Torchancen, der Anschlusstreffer vermag ihnen nicht mehr zu gelingen.

 

Die wichtigsten Szenen des Spiels:

22. Minute: TOR für Rapid:

Kapitän Stefan Schwab spielt den Ball nach rechts zum aufgerückten Außenverteidiger Mert Müldür. Der türkische Teamspieler hat viel Platz und spielt in den freien Raum zu Thomas Murg. Der gebürtige Voitsberg zieht bis zur Toroutlinie und flankt scharf in die Mitte. Der Ball geht zwischen Torhüter Andreas Kofler und Michael Sollbauer durch und wird von Andrija Pavlovic mit dem Kopf ins Tor abgefälscht. 0:1!

25. Minute: Chance für den WAC:

Der Deutsche Lukas Schmitz läuft sich am linken Flügel hinter Mert Müldür frei und kann problemlos am 19jährigen vorbei in den Strafraum ziehen. Aus spitzem Winkel prüft er Torhüter Richard Strebinger mit seinem linken Fuß – den Abpraller kann Innenverteidiger Mario Sonnleitner regelkonform klären.

45+1. Minute: TOR für Rapid:

Wieder ein Angriff über die rechte Seite. Thomas Murg spielt knapp außerhalb des gegnerischen Strafraums quer und die Situation wäre ungefährlich. Der zurückeilende Marcel Ritzmaier verlängert den Ball jedoch in den Strafraum, wo Andrija Pavlovic gedankenschnell reagiert und zum 0:2 einschießt!

54. Minute: TOR für Rapid:

Ein Eckball wird von Christoph Knasmüllner schnell und flach zu Thomas Murg ausgeführt. Der Ball wird zum Sommerneuzugang zurückgespielt und Christoph Knasmüllner zieht in den Strafraum. Aus spitzem Winkel hämmert er den Ball durch die Beine von Michael Novak und unhaltbar für Andreas Kofler ins lange Eck. 0:3!

55. Minute: Chance für den WAC:

Der zur Pause eingewechselte Mateo Barac patzt und sein Klärungsversuch landet bei Michael Novak. Dessen scharfer Schuss geht jedoch knapp am Gehäuse der Rapidler vorbei.

64. Minute: Chance für Rapid:

Wieder Eckball durch Christoph Knasmüllner. Der Ball geht zur ersten Stange und wird zum außerhalb des Strafraums postierten Thomas Murg abgewehrt. Der Linksfuß richtet sich das Spielgerät her und zieht mit seinem rechten Fuß ab – Torhüter Andreas Kofler kann parieren.

77. Minute: Chance für den WAC:

Thomas Murg lässt sich das Kunstleder in der eigenen Hälfte von Marcel Ritzmaier abluchsen. Der eingewechselte Gerald Nutz spielt den Ball nach links in den Lauf von Lukas Schmitz. Seine Flanke kann Bernd Gschweidl per Kopf gefährlich auf das Rapidtor bringen – Richard Strebinger kann sich jedoch auszeichnen.

 

Was war gut?

Im Cup ist der Aufstieg das Wichtigste. Und der ist im Gegensatz zum Spiel in Mattersburg sehr souverän geglückt. Defensiv haben die Rapidler sehr wenige Chancen der Heimmannschaft zugelassen, offensiv mit 3 Toren ein Ausrufezeichen gesetzt. Andrija Pavlovic konnte nach einem schönen Spielzug über die rechte Seite seinen ersten Pflichtspieltreffer für Rapid erzielen und hat beim 0:2 sehr gut antizipiert. Es bleibt zu hoffen, dass bei ihm nun der Knoten geplatzt ist. Das 0:3 ist aus einem Corner entstanden. Drei Tore nach Eckbällen in zwei Spielen können sich sehen lassen.

 

Was war nicht gut?

Christopher Dibon hat sich eine Fußverletzung zugezogen und droht schon wieder auszufallen. Eine abermalige Verletzungspause wäre ein herber Rückschlag für den in der Vergangenheit so oft verletzten Innenverteidiger. Sein Ersatzmann Mateo Barac hat nach dem katastrophalen Auftritt in Villarreal erneut einen unsicheren Endruck gemacht und den Wolfsbergern eine große Chance aufgelegt. Auch Dejan Ljubicic hat das Spielfeld bei seiner Auswechslung humpelnd verlassen.

 

Fazit und Ausblick?

Mit einer sehr konzentrierten Leistung ist der verdiente Aufstieg ins Cup-Viertelfinale geglückt und die Fans dürfen weiter von einem Ende des Titelfluchs träumen. Das Viertelfinale wird am Sonntag ausgelost – mit RB Salzburg, GAK, LASK, Wiener Neustadt, TSV Hartberg, SKN St. Pölten und Austria Wien warten 7 hochkarätige Gegner. Nach den beiden schwierigen Auswärtsspielen in Mattersburg und Wolfsberg wäre ein Heimspiel wünschenswert.

Am Sonntag geht es für Rapid zum SCR Altach, der in der Tabelle auf dem vorletzten Platz liegt und im Cup gegen den LASK mit 0:3 ausgeschieden ist.

 

Man of the Match:

Andrija Pavlovic: Nach seiner Torvorlage gegen Admira Wacker sind dem serbischen Neuzugang in seinem zehnten Einsatz für Rapid Wien endlich die ersten Treffer gelungen. Und das gleich mit einem Doppelpack!

Schreibe einen Kommentar