Testmatch Rapid Wien vs. Odense BK

Rapid Wien gegen Odense BK Testspiel in Belek

Heute fand um 14:00 Uhr Ortszeit im türkischen Belek das zweite Testspiel des Trainingslagers statt. Mit dem Odense Boldklub aus der ALKA Superligaen, der höchsten dänischen Spielklasse, ging es gegen einen Traditionsclub.

Der Verein aus der drittgrößten dänischen Stadt wurde 1887 gegründet, die Fußballsektion gibt es seit 1889. Ähnlich wie in Österreich fand der dänische Vereinsspitzenfußball jahrzehntelang ausschließlich in der Hauptstadt statt. Erst in der Saison 1953/54 gab es den ersten dänischen Meister, der nicht in Kopenhagen beheimatet ist.

Die erfolgreichsten Zeiten des Vereins von der Insel Fünen sind schon etwas länger her – insgesamt 3 Meistertitel und 5 Pokalsiege haben sie auf ihrer Visitenkarte stehen. Der größte internationale Erfolg gelang im UEFA Cup 1994/95, als nach einem sensationellen 2:0-Sieg bei Real Madrid der Aufstieg in das Achtelfinale gelang.

In der Meisterschaft liegt Odense BK auf Rang 7, auf Platz 3 fehlen allerdings nur 3 Punkte.

Die beiden Toptorschützen der aktuellen Meisterschaft – Nicklas Helenius und Bashkim Kadrii – befinden sich nicht im Matchkader der Odenseaner.

 

Aufstellung Rapid:

Pavlovic

Ibrahimoglu Knasmüllner Berisha

Schwab Grahovac

Potzmann Barac Sonnleitner Thurnwald

Strebinger

 

Das Spiel:

Die Dänen beginnen in einem 3-5-2, Rapid Wien im klassischen 4-2-3-1.

Das Spiel wird von Beginn weg von beiden Teams sehr intensiv geführt, Innenverteidiger Mario Sonnleitner wird gleich in den ersten 5 Minuten zweimal gefoult.

Der österreichische Rekordmeister versucht über viel Ballbesitz und kontrolliertem Spielaufbau das Match in den Griff zu bekommen und den Gegner laufen zu lassen.

In der 9. Spielminute finden die Dänen ein Loch in der grün-weißen Defensive, der 24jährige Mittelfeldspieler Casper Nielsen hat zu viel Platz und bei seinem Aufsitzer von außerhalb des Strafraums ist Torhüter Richard Strebinger machtlos – 0:1.

2 Minuten später kommt Andrija Pavlovic zum ersten Abschluss – er befindet sich jedoch im Abseits und sein Schuss geht auch am Tor vorbei.

Rapid Wien versucht mit hohem Offensivpressing die Dänen immer wieder unter Druck zu setzen und möchte den Ball möglichst schon in der gegnerischen Hälfte erobern. Odense BK wiederum versucht den Ball schnell aus der Gefahrenzone zu bekommen und spielt schnörkellose und ohne Ballstafetten nach vorne.

In der 18. Minute gelingt den Dänen der zweite Treffer – die grün-weiße Hintermannschaft lässt sich ausspielen und nach schönem Pass von Janus Drachmann kann Mikkel Desler locker einschieben – 0:2.

Nicht einmal 2 Minuten später kann der rechte Außenverteidiger Manuel Thurnwald Flügelspieler Jacob Laursen nicht entscheidend stören und seinen scharfen Querpass verarbeitet abermals Casper Nielsen – 0:3.

Nach dem dritten Tor ändert Trainer Didi Kühbauer die Taktik und Rapid Wien agiert nicht länger so ungestüm, sondern zieht sich nun weiter zurück.

Nach einem weiteren Patzer in der Verteidigung erhöht der dänische Stürmer Rasmus Fetersen in Minute 32 auf 0:4.

Nur kurze Zeit später zahlt sich das Offensivpressing aus – Christopher Knasmüllner luchst Torhüter Sten Grytebust den Ball ab und verkürzt auf 1:4!

Nicht ganz 36 Minuten sind gespielt und der überragende Casper Nielsen erzielt beinahe sein drittes Tor – Außenverteidiger Manuel Thurnwald kann auf der Linie klären.

Pausenfazit:

Was auch immer Trainer Didi Kühbauer seiner Mannschaft auf den Weg mitgegeben hat, es hat überhaupt nicht funktioniert. Gegen das Offensivpressing konnten sich die Dänen zumeist aus der Affäre ziehen und sind selbst gefährlich geworden. Defensiv ist bei den Hütteldorfern wenig geglückt und unter der Regie des überragenden Casper Nielsen konnten immer wieder Lücken gefunden und bespielt werden. Es ist zwar nur ein Testspiel, so darf sich die Mannschaft aber dennoch nicht präsentieren.

 

Zur Pause reagiert der Rapidtrainer und bringt im Tor Paul Gartler, Stephan Auer, Kelvin Arase und Andrei Ivan. Duschen gehen dürfen Richard Strebinger, Manuel Thurnwald, Veton Berisha und Mehli Ibrahimoglu. Marvin Potzmann geht auf seine angestammte rechte Seite, Kelvin Arase kommt über rechts und Andrei Ivan spielt am linken Flügel.

Nach Pass des eben erst eingewechselten Kelvin Arase zieht Kapitän Stefan Schwab nach 52 Minuten von knapp außerhalb des Strafraums ab und verkürzt auf 2:4!

In der 59. Spielminute ist die Aufholjagd auch schon wieder beendet. Bei einem Freistoß übersieht die Verteidigung einen Dänen am langen Eck, Torhüter Paul Gartler kann noch abwehren, gegen den schönen Abschluss von Innenverteidiger Jeppe Tsverskov ist kein Kraut gewachsen 2:5.

2 Minuten später ist das Spiel für Mario Sonnleitner, Mateo Barac, Srdjan Grahovac, Stefan Schwab, Christoph Knasmüllner und Andrija Pavlovic vorbei, dafür kommen die beiden Innenverteidiger Christopher Dibon und Maximilian Hofmann, als Sechser Manuel Martic und Dejan Ljubicic, Thomas Murg auf der 10 und Deni Alar als Solospitze.

Rapid kommt durch Murg und Alar schnell zu guten Torchancen, der norwegische Torwart der Odenseaner bleibt jedoch Sieger.

Bis zum Schlusspfiff passiert auf beiden Seiten nicht mehr viel, Odense BK fertigt den österreichischen Rekordmeister Rapid Wien verdient mit 5:2 ab.

 

Fazit:

Ein ernüchternder Auftritt der Hütteldorfer im zweiten Testspiel in Belek. Die Dänen finden die perfekte Antwort auf das versuchte Offensivpressing und erzielen Tor um Tor. Nach nicht einmal 20 Minuten ist das Spiel bereits entschieden. Defensiv pfui und offensiv größtenteils ideenlos. Weder Andrija Pavlovic noch Deni Alar konnten als Solospitze Werbung in eigener Sache machen. Das wird die Diskussion um die Verpflichtung eines neuen Stürmers weiter anfachen. Odense BK – offensiv nicht einmal in Bestbesetzung angetreten – erwies sich als gnadenlos effizient und hat Rapid Wien die Grenzen aufgezeigt. Am Freitag wartet der dänische Verein AC Horsens.

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