SK Rapid Wien vs. Inter Mailand – die Spielvorschau

Rapid Wien

Ausgangssituation:

Sowohl der italienische als auch der österreichische Traditionsverein stehen etwas überraschend im Sechzehntelfinale der Europa League. Allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der SK Rapid Wien qualifizierte sich im letzten Spiel der Gruppenphase mit einem Sieg gegen Glasgow Rangers (hier findet ihr unsere Spielanalyse: Rapid vs. Glasgow Rangers) zum zweiten Mal für die KO – Phase. Beim ersten Erreichen setzte es zwei herbe Debakel gegen den FC Valencia.

Inter Mailand hätte in der Gruppenphase der Champions League am letzten Spieltag daheim nur den bereits fix ausgeschiedenen holländischen Vertreter PSV Eindhoven besiegen müssen, dann stünden sie jetzt im Achtelfinale. So muss die Europa League als Trostpflaster herhalten.

Das Erreichen des Sechzehntelfinale ist für die Hütteldorfer erfreulich, wichtiger ist jedoch das Meisterplayoff und der Aufstieg in das Cuphalbfinale.

Auch die Lombarden werden sich eher über die Meisterschaft als über die Europa League für die nächste Champions League qualifizieren wollen. Dafür müsste zumindest Platz vier erreicht werden.

 

Personalsituation Rapid:

Die Winterübertrittszeit ist beim österreichischen Rekordmeister ereignisreich bis turbulent verlaufen.

Unspektakulär verlief die Rückholaktion von Srdjan Grahovac. Der 26jährige defensive Mittelfeldspieler soll nicht nur Kapitän Stefan Schwab entlasten, sondern darf auch schon als Vorgriff auf das Sommertransferfenster gesehen werden, sollte es für den Shootingstar der letzten Saison, Dejan Ljubicic, ein lukratives Angebot geben. In allerletzter Sekunde wurde vom schwedischen Club Djurgardens IF der senegalesische Stürmer Aliou Badji verpflichtet. Für das Sechzehntelfinale ist er kein Thema, da er nicht spielberechtigt ist.

Die Hütteldorfer verlassen haben Torhüter Christian Haas (SV Horn), Philipp Malicsek (FAC), Aleksandar Kostic (Radnicki Nis) und Jérémy Guillemenot (FC St. Gallen). Für Ivan Mocinic wird noch an einer Leihvariante gebastelt.

Bis auf den verletzten Tamás Szántó und Aliou Badji kann Trainer Didi Kühbauer aus dem Vollen schöpfen.

 

Trainer Luciano Spalletti:

Seit Sommer 2017 ist der Italiener Luciano Spalletti im Amt, der zuvor mit AS Rom und Zenit St. Petersburg Erfolge feiern durfte. Zwei italienische Cupsiege und ein Supercupsieg, zwei russische Meisterschaften, ein russischer Cupsieg und ein Supercupsieg hat er auf seiner Visitenkarte stehen.

In seiner ersten Saison führte er Inter Mailand auf Platz 4 und somit in die Champions League. Von seinen bislang 71 Spielen als Intertrainer konnte er 37 gewinnen, 18 endeten unentschieden und 16 gingen verloren. Das Torverhältnis ist mit 119:65 klar positiv.

Zumeist lässt der 59jährige seine Mannschaft in einem 4-2-3-1 auflaufen. Alternativ ist auch ein 4-3-3 möglich, wobei die Unterschiede fließend sind.

 

Der Kader des FC Internazionale Milano:

Tor:

Samir Handanovic (34 Jahre alt): Der 1,93 m große Torhüter wurde 2012 von Udinese Calcio verpflichtet. Von 2004 bis 2015 war er slowenischer Teamtorhüter. Heuer musste er in wettbewerbsübergreifend 30 Einsätzen 24 Gegentreffer hinnehmen, in 12 (Meisterschafts-)Spielen hielt er die Null. Von 101 Elfmetern in seiner Karriere hat er 37 gehalten. Der 34jährige glänzt mit starken Reflexen auf der Linie, hat wenig Probleme bei hohen Bällen und das Timing beim Herauslaufen passt. Der dreifache slowenische Fußballer des Jahres hat keine nennenswerten Schwächen.

Daniele Padelli (33): Ein Jahr jünger und zwei Zentimeter kleiner ist die Nummer 2 im Team. Im Sommer 2017 wechselte er ablösefrei vom FC Turin nach Mailand. In das italienische Nationalteam wurde er mehrfach einberufen, eingesetzt wurde er allerdings nicht. In der Coppa Italia beim Kantersieg gegen Benevento Calcio durfte der Italiener sein Können zeigen, musste jedoch zweimal hinter sich greifen.

Tommaso Berni (35): Der älteste und kleinste Torhüter kam bereits 2014 aus Turin und durfte in der aktuellen Saison in vier Spielen auf der Ersatzbank Platz nehmen. Zu einem Pflichtspieleinsatz hat es weder in Turin noch Mailand gereicht.

Raffaele Di Gennaro (25): Der Italiener wartet auch noch auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für Inter Mailand und verfügt hauptsächlich über Zweitligaerfahrung.

 

Innenverteidigung:

Milan Skriniar (24): Bereits mit 17 Jahren debütierte der 1,87 m große Innenverteidiger für den slowakischen Erstligisten MSK Zilina. Ende Jänner 2016 verpflichtete ihn Sampdoria Genua, wo er das erste halbe Jahr zumeist auf der Ersatzbank verbrachte. In der Saison 2016/17 war er jedoch aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken und machte so, Inter Mailand auf sich aufmerksam. Auch in Mailand gelang ihm der Durchbruch und der 23fache slowakische Teamspieler stand 2017/18 in allen 38 Meisterschaftsspielen über die volle Distanz am Platz. In der laufenden Saison wirkte er in allen sechs Champions League-Spielen mit und hat in der Meisterschaft bloß zwei Matches versäumt. 60 Millionen Euro soll Manchester United für den Innenverteidiger geboten haben, stattdessen möchte er aber seinen Vertrag bei den Nerazzurri sogar verlängern.

Seine Stärken liegen im Zweikampf und seine Passquote ist hervorragend. An seiner Torgefährlichkeit muss er noch arbeiten, heuer ist ihm noch kein Treffer gelungen. Im Weststadion wird ihm ein Tor auch versagt bleiben, da er sich gegen PSV Eindhoven in letzter Sekunde noch seine dritte Verwarnung abgeholt hat und somit gesperrt ist.

Stefan De Vrij (27): Nachdem er seinen Vertrag bei Lazio Rom nicht verlängern wollte, konnte Inter Mailand den 1,90 großen Innenverteidiger ablösefrei unter Vertrag nehmen. Im Sommer 2014 hatte er Feyenoord Rotterdam verlassen, um in der ewigen Stadt anzuheuern. Mit Milan Skriniar bildet er ein kongeniales Innenverteidigerpaar – nicht umsonst haben die Mailänder in der Meisterschaft die zweitwenigsten Tore erhalten. Für die Elftal hat er 37 Länderspiele bestritten, in der UEFA Nations League blieb er jedoch ohne Einsatz.

Joao Miranda (34): Bei der WM 2018 war der Brasilianer in allen 5 Spielen gesetzt. Nach einer Leihe von Atlético Madrid wurde der 1,86 m große Innenverteidiger 2016 fix verpflichtet. Heuer hat er es bislang auf 12 Einsätze gebracht und wird im Hinspiel voraussichtlich in der Startelf stehen.

Andrea Ranocchia (30): Auf bloß 2 Einsätze ist der ehemalige italienische Teamspieler in der aktuellen Saison gekommen. Im Cup gegen Benevento Calcio und für wenige Minuten in der Meisterschaft. Dabei hatte er bis 2015 immerhin 21 Teamspiele bestritten. Auch im Weststadion ist ein Einsatz in der Startelf unwahrscheinlich.

Der 19jährige Ire Ryan Nolan spielt für die U19, wurde aber von Trainer Luciano Spalletti für die Europa League gemeldet und könnte auf der Ersatzbank Platz nehmen.

 

Außenverteidigung:

Danilo D´Ambrosio (30): Auch vom FC Turin wurde im Winter 2014 der mittlerweile zweifache Teamspieler als rechter Außenverteidiger geholt. In 161 Einsätzen für die Lombarden hat er 11 Tore erzielt und 14 vorbereitet.

Cédric Soares (27): Der im deutschen Singen geborenen Portugiese ist eine Leihgabe des FC Southampton und kann im nächsten Sommer fix verpflichtet werden. Der sowohl rechts als auch links einsetzbare 33fache Teamspieler war beim neuen Club von Trainer Ralph Hasenhüttl bis zu einer Wadenverletzung gesetzt, seit Ende Jänner versucht er sich nun in der Serie A. Seine ersten beiden Spiele im Dress der Nerazzurri gingen verloren, beim Sieg in Parma wurde er zur Ergebnisabsicherung eingewechselt.

Kwadwo Asamoah (30): Wie Stefan de Vrij ist auch der Ghanaer im Sommer ablösefrei nach Mailand gekommen. Nach 6 Jahren bei Juventus Turin, wo er in 156 Spielen 5 Treffer verbuchen und 21 auflegen konnte. Bei Inter Mailand ist der linke Außenverteidiger zumeist gesetzt. Nach vier Jahren Pause hat der 70fache Teamspieler im Herbst wieder an einem Match der ghanaischen Nationalmannschaft teilgenommen. Vor allem seine Passquote ist sehr stark.

Dalbert (25): 21 Millionen Euro sollen im Sommer 2017 an OGC Nice in die Ligue 1 geflossen sein, wirklich angekommen ist der Brasilianer in Mailand noch nicht. Für die Europa League wurde er nicht nominiert.

Sime Vrsaljko (27): Der von Atlético Madrid ausgeliehene Vizeweltmeister fällt aufgrund einer Knieoperation aus.

Die beiden Youngster Gabriele Zappa und Niccolò Corrado spielen in der Primavera, sind aber für die Europa League gemeldet und zumindest einer könnte in den Matchkader rutschen.

 

Zentrales Mittelfeld:

Marcelo Brozovic (26): Der kroatische Vizeweltmeister ist aus dem zentralen Mittelfeld der Nerazzurri nicht wegzudenken und ist das Hirn der Mannschaft. Für Inter Mailand hat der Spielmacher in 140 Einsätzen 20 Tore erzielt und ebenso viele vorbereitet. Eine der wenigen Schwächen ist seine Disziplin – somit fehlt er auch in Wien wegen einer Gelbsperre.

Matías Vecino (27): Im Sommer 2017 vom AC Florenz gekommen, avancierte der 31fache Nationalspieler Uruguays schnell zum Stammspieler. Der kopfballstarke Spieler hat allerdings Schwächen mit seiner Passgenauigkeit.

Borja Valero (34): Ebenfalls vom AC Florenz geholt wurde der einfache spanische Teamspieler. Die letzten 3 Spiele verpasste er aufgrund einer Verletzung, ein Einsatz in Wien ist aber möglich.

Radja Nainggolan (30): Der 38 Millionen-Sommerneuzugang ist keineswegs unumstritten. Im Dezember verpasste der ehemalige belgische Teamspieler aus disziplinären Gründen das Schlagerspiel gegen SSC Neapel. Sogar über eine Rückkehr zu AS Rom wurde in den Medien spekuliert, nun soll wieder alles in Ordnung sein. Beim Hauptstadtverein hat er in 203 Einsätzen 33 Tore geschossen und 29 Vorlagen geliefert.

Joao Mário (26): 40 Millionen Euro soll Inter Mailand 2016 an Sporting Lissabon überwiesen haben. Für die Europa League wurde er nicht gemeldet und ist somit keine Gefahr für Rapid Wien.

Roberto Gagliardini (26): Der 6fache italienische Internationale wurde ebenfalls nicht für die Europa League gemeldet.

Mit den U19-Spielern Thomas Schirò, Lorenzo Gavioli und Maj Roric hat der Trainer auch hier 3 Nachwuchsspieler in der Hinterhand.

 

Flügelspieler:

Matteo Politano (25): Der Leihspieler von AS Sassuolo hat bei den Lombarden einen Stammplatz und wird wohl im Sommer eine Festanstellung bekommen. In 29 Saisoneinsätzen hat er 2 Treffer erzielt und bei 4 assistiert. Da ist noch Luft nach oben, ebenso wie bei Kopfbällen. Für die italienische Nationalmannschaft hat er mittlerweile zwei Spiele in den Beinen.

Antonio Candreva (31): Seinen Stammplatz in Mailand hat der 54fache Teamspieler verloren. Auch in die Nationalmannschaft wird er nicht mehr einberufen. Ein Einsatz in der Startelf in Wien käme überraschend.

Ivan Perisic (30): Über die offensiven Qualitäten des kroatischen Vizeweltmeisters braucht man nur wenige Worte verlieren. 2015 wurde der Flügelspieler aus der deutschen Bundesliga von VfL Wolfsburg losgeeist. Sein Einsatz am linken Flügel ist sehr wahrscheinlich.

Keita Baldé (23): Als Alternative zum Kroaten böte sich der 23fache senegalesische Teamspieler an. Zwar selten von Beginn an, dafür aber regelmäßig, durfte er sein Können zeigen. Der vom AS Monaco ausgeliehene 23jährige war jedoch zuletzt verletzt und wird für das Spiel nicht rechtzeitig fit.

 

Sturm:

Mauro Icardi (25): Bereits seit 2013 stürmt der argentinische Teamspieler für die Nerazzurri. Der zweifache Torschützenkönig der Serie A hat für seinen Arbeitgeber in 210 Einsätzen 122 Tore geschossen und 26 aufgelegt. Der Weltklassestürmer kann alles und hat auch heuer trotz Formschwankungen eine beeindruckende Torquote. Nicht umsonst wird sein Marktwert bei etwa 100 Millionen Euro veranschlagt. Heute wurde seitens der Italiener verlautbart, dass Mauro Icardi nicht nur sein Amt als Kapitän an Torhüter Samit Handanovic verloren hat, sondern in Wien gleich gar nicht im Aufgebot stehen wird.

Lautaro Martínez (21): Der Sommerneuzugang ist auch schon zu Nationalteamehren gekommen. Er muss sich zwar zumeist noch hinter seinem prominenten Landsmann anstellen, aber seine Zeit wird kommen. 6 Tore und 1 Vorlage in 21 Spielen ist für eine Debütsaison sehr ordentlich. Im Weststadion wird er wohl in der Startelf stehen.

 

Stärken und Schwächen:

Der italienische Trainer setzt auf Stabilität, Teamgeist und überlegten Ballbesitz. Die Defensive lässt wenig Chancen und kaum Tore zu und offensiv verfügt man über hohe individuelle Qualität.

Für ein Offensivpressing soll Inter Mailand teilweise anfällig sein, dafür verfügt Rapid aber nicht über die geeigneten Spieler. Der Versuch beim Testspiel gegen Odense BK ging kräftig in die Hose. Das Spiel zwischen Atalanta Bergamo und Inter Mailand (4:1, Anm.) könnte Vorbild sein. Schnelle Spieler (Philipp Schobesberger) suchen freie Räume und reißen Löcher in die Abwehrkette, die aber auch genützt werden müssen. Zudem müssen auch Standardsituationen optimal verarbeitet werden.

 

Stimme vor dem Spiel:

Didi Kühbauer: Wir spielen zuhause, da haben wir immer wieder gute Spiele gemacht. Wir wissen zwar, wie stark Inter Mailand ist und die Favoritenrolle muss man Inter Mailand geben, aber wenn jeder Spieler über sich hinauswächst, wenn jeder seine Aufgabe erfüllt, haben wir eine Chance, eine gute Leistung abzurufen. Der Support der Rapidfans war ungemein wichtig. Man hat gesehen, wohin sie uns in der Europa League gepusht haben. Das wird auch in diesem Spiel nicht anders sein.

 

Ausblick:

Der SK Rapid Wien geht als krasser Außenseiter in das Sechzehntelfinale. Daran hätte auch die zeitgerechte Verpflichtung eines Stürmer wenig geändert. Mit dem Erreichen der KO – Phase wurde das internationale Saisonziel sogar übererfüllt und am Ende der Saison wird sich ein hübscher Millionengewinn in die Bilanz schmeicheln. Was jetzt noch kommt, ist Draufgabe und nur kühnste Optimisten rechnen mit dem Aufstieg. Sowohl für die Fünfjahreswertung als auch den eigenen Klubkoeffizienten wären Punkte noch immens wichtig, zwei Debakel wie gegen den FC Valencia sollten aber zumindest vermieden werden.

So sehr sich die Rapidfans auch auf das Europacupduell mit Inter Mailand freuen, in der Prioritätenliste der Vereinsverantwortlichen wird diese Begegnung untergeordnet sein. Viel wichtiger ist die Qualifikation für das Meisterplayoff und mit dem Cupsieg könnte man endlich wieder einen Titel nach Hütteldorf holen und viele kritische Stimmen beschwichtigen.

Es wird spannend, wie ernsthaft die Lombarden in den ungeliebten Bewerb gehen. Das unnötig verpasste Achtelfinale der Champions League ist durch die Europa League nicht zu kompensieren.

Zum vierten Mal haben die Italiener mit der Europa League zu tun. 2012/13 und 2014/15 wurden die Gruppenphase und das Sechzehntelfinale überstanden, dafür war jeweils im Achtelfinale Schluss. 2016/17 gab es das Aus bereits in der Gruppenphase.

In der Meisterschaft ist nach oben nicht mehr viel möglich, es muss eher der Champions League-Platz abgesichert werden. Auf der anderen Seite ist die Europa League für das Team von Trainer Luciano Spalletti die einzige Möglichkeit, in dieser Saison noch einen Titel für die Trophäensammlung zu gewinnen.

Zudem herrscht bei den Gästen der Hütteldorfer sehr viel Unruhe. Seit Oktober 2018 gibt es einen neuen Präsidenten und Geldgeber. Der neue Sportdirektor dürfte ein Fan von Trainer Antonio Conte sein und auch bei den Spielern geht es rund. Ivan Perisic wollte den Verein im Wintertransferfenster verlassen, Radja Nainggolan wird von den Fans nicht angenommen und wollte angeblich auch weg und um die Vertragsverlängerung von Stürmerstar Mauro Icardi spießt es sich. Offenbar sogar so sehr, dass er in Wien nicht spielen darf.

Letztendlich steht für beide Vereine abseits des Sechzehntelfinales deutlich mehr auf dem Spiel. Es bleibt abzuwarten, welches Team die Aufgabe konzentrierter und ernster angeht.

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