Rapid Wien vs. Wacker Innsbruck – eine Nachbetrachtung

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Der SK Rapid Wien siegt mit 1:0 gegen Wacker Innsbruck. Wie qualifiziert sich Rapid für die Gruppenphase der Europa League 2019/20? Rapid Wien scheint sein Stürmerproblem gelöst zu haben! Es gibt erste Kadernews zu vermelden! Gibt es auch bald einen neuen Sportdirektor?

 

Europacup:

Nach einem nicht eben spektakulären, aber dafür insgesamt verdienten Arbeitssieg gegen Wacker Innsbruck ist dem SK Rapid Wien Platz 1 im Abstiegsplayoff und die dazugehörige Qualifikation für das Europacupplayoff nicht mehr zu nehmen. So enttäuschend der Herbst verlaufen ist, so souverän hat die Mannschaft bereits 2 Spieltage vor dem Ende diese Aufgabe erledigt. Damit wartet auf die Hütteldorfer noch ein extrem langer und mühsamer Weg in die nächste Gruppenphase der Europa League, aber die Chance lebt. Immerhin.

Am kommenden Wochenende geht die Reise ins Burgenland zum SV Mattersburg, der in Runde 21 die Hoffnungen der Wiener auf die Qualifikation für das Meisterplayoff mit einem 2:1-Sieg jäh beendet hat. Abschließend empfängt der SK Rapid Wien am 25. Mai SCR Altach.

Einer der beiden letzten Gegner muss dann im Halbfinale des Europacupplayoffs vor heimischem Publikum am 28. Mai besiegt werden. Nur 2 Tage später steigt das Hinspiel des Finales um den letzten Europacupplatz gegen den Fünften des Meisterplayoffs, der sich aussuchen darf, ob er im Hin- oder Rückspiel das Heimrecht genießen möchte. Am Sonntag, 02. Juni, steht der letzte Europacupteilnehmer fest und die Saison ist vorbei. Ein sehr dichtes und intensives Programm. Wenn alles klappt, nehmen die Hütteldorfer diesen Platz trotz der verkorksten Saison ein.

Aufgrund des guten Vereinskoeffizienten wird der SK Rapid Wien sowohl in der zweiten als auch dritten Qualifikationsrunde fix gesetzt sein. Das schließt zwar starke Gegner – siehe Slovan Bratislava – nicht aus, bewahrt die Hütteldorfer aber vor vermutlich übermächtigen Herausforderungen. Eine etwaige Setzung für das entscheidende Playoff wird von den Ergebnissen der Konkurrenten abhängen. Selbst bei einer perfekten Auslosung wird mindestens wieder ein Kaliber wie Steaua Bukarest warten. Erst danach wird gewiss sein, ob den Hütteldorfern abermals der Sprung in die so finanziell lukrative Gruppenphase der Europa League geglückt ist. Auf die Fans warten im besten Fall 3 interessante, vielleicht exotische Auswärtsreisen.

 

Ein treffsicherer Stürmer:

Es hat gedauert, bis Aliou Badji bei Rapid Wien angekommen ist. Das bezieht sich nicht nur auf den Transfer selbst, der in den letzten Stunden des offenen Wintertransferfensters vollzogen wurde. Über Kurzeinsätze hat sich der Senegalese langsam an die Mannschaft herangetastet. Um doch noch die Qualifikation für das Meisterplayoff zu schaffen, hat es nicht gereicht. Beim ersten Spiel des Abstiegsplayoff ist dem 21jährigen sein erster Assist und erstes Tor gelungen. In den letzten 3 Spielen 4 Treffer und 1 Vorlage. Und es wirkt so, dass der junge Stürmer noch Luft nach oben hat.

 

Erste Kaderweichenstellungen:

Der scheidende Geschäftsführer Sport Fredy Bickel ist noch voll aktiv und hat bereits den ersten Neuzugang für die kommende Saison fixiert. Vom Meisterplayoff-Teilnehmer SKN St. Pölten wechselt Taxiarchis Fountas in den Westen Wiens. Der 23jährige Grieche hat bereits in der niederösterreichischen Landeshauptstadt mit Trainer Didi Kühbauer zusammengearbeitet und scheint ein absoluter Wunschspieler des Jahrhundertrapidlers zu sein. Damit endet vermutlich auch das Engagement des hoch veranlagten Andrei Ivan. Der talentierte Rumäne ist zwar gut in die Saison gestartet, seit seinem Treffer in der Südstadt in Runde 1 warten die Fans auf weitere Leistungsexplosionen vergeblich.

 

Sportdirektor:

Sky Sport Austria hat bereits letzten Donnerstag den ehemaligen Rapidtrainer Zoran „Zoki“ Barisic als neuen Sportdirektor alias Geschäftsführer Sport verkündet. Eine offizielle Bestätigung seitens Rapid steht freilich noch aus. Damit würde eine lange Phase der Spekulationen und Unruhe enden. Oder prolongiert werden, da der bald 49jährige seit seinem Rausschmiss bei Rapid Wien weder als Trainer sonderlich erfolgreich gearbeitet, noch irgendwelche Erfahrungen als Sportdirektor gesammelt hat. Der Wiener hat allerdings bereits als Rapidtrainer erheblichen Einfluss auf die sportliche Ausrichtung des Vereins genommen und wollte eine einheitliche Spielphilosophie vom Nachwuchs bis zur Profimannschaft implementieren. Zoki kennt den Verein zwar wie seine Westentasche, erste Abnützungs- oder Verschleißerscheinungen musste selbst ein Profi wie Fredy Bickel recht bald hinnehmen. Es bleibt abzuwarten, ob der Freund von Trainer Didi Kühbauer wirklich die nötige Zeit erhält, um seine Vorstellungen umsetzen zu können. Oder ob von einigen Fans bereits nach kürzester Zeit der nächste Neustart gefordert wird.

 

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