Rapid Wien vs. Wacker Innsbruck – Match-Analyse

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Rapid Wien kommt zu einem schmeichelhaften Sieg gegen den Aufsteiger! Wie ist die schwache Leistung zu erklären? Wie geht es nun weiter? Die Spieler in der Einzelkritik!

 

Rapid Wien – Wacker Innsbruck – die Aufstellungen:

 

Rapid gegen Wacker Innsbruck, Aufstellung
Markus Felkel / Vanderals

 

Rapid-Ersatz: Bolingoli, Sonnleitner, Knoflach, Kostic, Knasmüllner, Ljubicic, Giullemenot

Innsbruck-Ersatz: Henning, Eler, Hankic, Meusburger, Buchacher, Gabriele, Durmus

 

Rapid Wien: 4-2-3-1 und Rotation:

Trotz der angespannten Situation und eines unbedingt einzufahrenden Pflichtsieges, rotiert Trainer Djuricin auch dieses Mal überraschend viel. Bolingoli, Barac, Sonnleitner, Ljubicic und Knasmüllner werden geschont, der genesene Hofmann, Müldür, Auer, Ivan und – erstmalig in dieser Saison – Malicsek rücken in die Startformation.

Der Trainer krempelt die Defensive komplett um. Potzmann wechselt in der Viererkette die Seite, die 3 weiteren Teilnehmer werden durch frische Kräfte ersetzt. Schwab und Malicsek sind beide Achter, der Kapitän übernimmt den offenen Part als Sechser.

Interessant ist die Positionierung von Deni Alar als Zehner. Das hat bereits in der Vergangenheit eher schlecht funktioniert, da er als Mittelstürmer am besten aufgehoben ist, wie seine Trefferquote bei Sturm Graz zeigt: 41 Tore geschossen, aber bloß 7 Vorlagen. Zumal Murg ebenfalls den Zehner geben kann. Ist das ein Vorgeschmack auf die Zeit, wenn Pavlovic wieder fit ist?

 

Die Tiroler spielen in einem 4-1-4-1, aber auch Trainer Karl Daxbacher stellt um:

Statt Stefan Meusburger beginnt in der Innenverteidigung der 22jährige Dominik Baumgartner, anstelle von Ilkay Durmus spielt Stefan Rakowitz – allerdings im rechten Mittelfeld, Cheikhou Dieng kommt über links.

Die beiden Viererketten bilden disziplinierte Linien, dazwischen fungiert Roman Kerschbaum als Abräumer. Ein Pressing, wie zuletzt der WAC oder der LASK, probiert Wacker Innsbruck nicht. Befindet sich Rapid in Ballbesitz und im Spielaufbau, wird der Ballführende von den beiden dem Ball am nächsten befindlichen Spielern der Mittelfeldviererkette attackiert. Zudem wirkt die Mitte dicht zugestellt und Rapid wird öfters auf die Außenbahnen gezwungen.

 

Die wichtigsten Szenen des Spiels kompakt:

18. Minute: TOR für Rapid: Nach einem Eckball flankt Thomas Murg in den gegnerischen Strafraum – Kapitän Stefan Schwab stellt per Kopf auf 1:0!

25. Minute: Riesenchance für Innsbruck: Nach einer Flanke reagiert Stürmer Dedic am schnellsten und bringt den Ball auf das Tor. Für den bereits geschlagenen Torhüter Strebinger rettet Außenverteidiger Potzmann auf der Linie.

69. Minute: TOR für Rapid: Schöner Angriff über unsere linke Seite. Einen Schuss von Malicsek kann Torhüter Knett nur kurz abwehren – Deni Alar erhöht mühelos auf 2:0!

83. Minute: Riesenchance für Innsbruck: Nach einem feinen Spielzug durch die Mitte taucht der eingewechselte Daniele Gabriele alleine vor Strebinger auf – der Torhüter kann den Ball abwehren.

86. Minute: Riesenchance für Rapid: Konter über Deni Alar, Knasmüllner kommt alleine vor Torhüter Knett zum Abschluss – sein Versuch verfehlt jedoch das Tor.

89. Minute: TOR für Innsbruck: Eine abgerissene Flanke geht an die Latte, auf den Abpraller reagiert Rapid nicht schnell genug – Christoph Freitag verkürzt auf 2:1!

 

Was war gut?

Im dritten Heimspiel der neuen Saison konnte der erste Sieg eingefahren werden.

Der Eckball zum 1:0 war einstudiert.

Max Hofmann hat seine Verletzung überstanden, Christopher Dibon ist am Weg zurück. Auch wenn er vermutlich erst einmal bei Rapid II Spielpraxis sammeln wird – mit Barac, Dibon, Hofmann, Müldür und Sonnleitner verfügt Rapid über 5 starke Innenverteidiger.

Malicsek wusste in der Offensive zu gefallen, dafür mit deutlichen defensiven Schwächen. Auch Müldür hat eine weitere Talentprobe abgegeben.

Was war nicht gut?

Vergleicht man das Spiel gegen Wacker Innsbruck mit der ersten Halbzeit im Europacupspiel gegen FCSB, könnten die Unterschiede kaum größer sein. Am Donnerstag mit mutigem Pressing, Aggressivität in den Zweikämpfen und perfektem Timing bei den Tacklings durch Antizipation. Gegen die Tiroler war davon wenig bis gar nichts zu sehen. Kein Pressing, passives im Raum stehen, anstatt zu handeln und sich von der Robustheit des Gegners die Schneid abkaufen lassen.

In der ersten Halbzeit gab es im Ansatz einige gute Offensivaktionen und Ballstafetten. Torchancen wurden trotzdem fast keine herausgearbeitet. Die beste Offensivaktion führte beim anschließenden Eckball zum 1:0 und einen Schuss von Ivan konnte Torhüter Knett bändigen. In der zweiten Halbzeit war nach der Anfangschance von Malicsek bis zur 69. Minute offensiv auch nichts los. Von den Konterchancen in den letzten 20 Minuten sollte man sich nicht blenden lassen – da hatte die Daxbacher-Elf bereits komplett aufgemacht.

Die Defensive so stark umzubauen, ist schon mutig. Oder tollkühn. Dass Rapid Abstimmungsprobleme hatte, verwundert kaum.

Es hat Vorteile, wenn die Spieler variabel einsetzbar sind und sie ihre Positionen auch so interpretieren. Ein Stürmer sollte dennoch den Fokus auf den gegnerischen Strafraum legen. Das fehlt uns seit dem Abgang von Beric. Alar hat zwar das zweite Tor geschossen, nach der Auswechslung von Ivan aber viel von seiner Torgefahr vermissen lassen. Ivan in den 70 Minuten davor ebenso. Die Hoffnungen ruhen somit auf Andrija Pavlovic, der ab Mitte September für Rapid Wien auf Torjagd gehen wird.

 

Fazit und Ausblick?

Aufgrund der Torfolge und der späten Konterchancen wäre ein deutlicher Sieg für Rapid möglich gewesen. Genauso gut hätte aber Wacker Innsbruck auch remisieren können. Gerade in der ersten Halbzeit waren genügend Möglichkeiten vorhanden.

Die Rotation hat zwar besser funktioniert als bei den Versuchen davor, ein Qualitätsverlust ist trotzdem nicht zu übersehen.

Abermals erweckt die Mannschaft den Eindruck, als würde sie die Aufgabe nicht hundertprozentig ernst nehmen. Oder es fehlt ihr an der nötigen Konzentration. Wenn Freistöße aus aussichtsreicher Position an Freund und Feind vorbei ins Torout geschlagen werden – wie ist das erklärbar?

Die Meisterschaft ist das tägliche Brot, die Europacupspiele der Pastrami.

Gegen FCSB am Donnerstag in Bukarest wird Rapid Wien wieder in Bestbesetzung antreten, allerdings muss der laufstarke Berisha ersetzt werden. Wenn die Grün-Weißen an die Leistung der ersten Halbzeit vom Heimspiel anknüpfen können, ist der Aufstieg möglich, falls Rapid ähnlich passiv wie gegen die Innsbrucker agiert, wird das nicht lange gut gehen. Dafür ist die Offensive der Rumänen zu stark.

Danach wartet am Sonntag in Graz gegen Sturm das nächste schwierige Auswärtsspiel. Auch wenn der Vizemeister schlecht in die Saison gestartet ist, die Verpflichtungen von Potzmann und Alar bringen zusätzliche Brisanz in dieses Duell.

Auf Rapid Wien wartet eine Woche der Wahrheit. Gelingt der Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League und am Sonntag ein Sieg in Graz, sitzt Trainer Goran Djuricin wieder fester im Sattel. Verpasst Rapid auch nur eines der beiden Ziele, wird es in der darauf folgenden Länderspielpause ungemütlich. Geht beides in die Hose, ist er nicht zu halten.

 

Spielerbewertung:

Richard Strebinger:

Mehr gefordert als erwartet. Unumstrittene Nummer 1 mit vielen Klasseparaden. Beim Gegentor chancenlos.

Maximilian Hofmann:

Erstes Spiel nach seiner Verletzung. Bereits nach wenigen Minuten unglücklich die gelbe Karte gesehen. Beim Gegentor geschlafen. Noch nicht so souverän wie vor seiner Verletzung.

Mert Müldür:

Wirkte in der neu formierten Viererkette anfangs unsicher, hat sich aber gesteigert. Einen Fehlpass in der eigenen Hälfte hat er selbst ausgebessert. Beim Gegentor zu wenig gedankenschnell.

Marvin Potzmann:

Viel in das Offensivspiel eingebunden und mit gelungenen Eröffnungen. Harmoniert mit Berisha. Nach 66 Minuten angeschlagen ausgetauscht.

Stephan Auer:

Kaum Akzente für die Offensive, dafür sehr auf Dieng fokussiert. Agierte für seine Möglichkeiten recht ordentlich.

Stefan Schwab:

Als reiner 6er ungewohnt. Hat defensiv sehr viel geholfen, offensiv immer wieder mit Fehlpässen. Hat das wichtige 1:0 gemacht und den Konter zur Riesenchance von Knasmüllner perfekt eingeleitet.

Philipp Malicsek:

Erster Einsatz in dieser Saison und als Achter im Offensivspiel bemüht. 3 Torschüsse und den zweiten Treffer de facto vorbereitet. Defensiv dafür mit Fehlern und nicht immer schnell genug.

Thomas Murg:

Tolle Flanke zum 1:0. Lief sich leider immer wieder in der gegnerischen Abwehr fest. Habe ich schon besser gesehen.

Veton Berisha:

Viele letzte Zuspiele hätten ihm gelingen können, zweimal hat es geklappt. Die Chancen wurden jedoch von Malicsek und Knasmüllner vergeben. Ansonsten wie immer überall am Platz zu finden und sehr lauffreudig.

Deni Alar:

Dieses Mal auf der Zehn aufgeboten. Das 2:0 geschossen und die Hundertprozentige von Knasmüllner schön aufgelegt. Als gesuchter Vollstrecker bei den Kontern in den letzten Minuten mit technischen Fehlern. Müde oder unkonzentriert?

Andrei Ivan:

2 Abschlüsse jedoch kein Tor erzielt. Zerreißt sich für die Mannschaft und versucht auf die Flügel auszuweichen. Vergisst mitunter, wo ein Stürmer für die meiste Gefahr sorgt – im gegnerischen Strafraum.

Boli Bolingoli: Gleich nach seiner Einwechslung mit einem unnötigen Ballverlust. Am 2:0 durch eine schöne Rücklage von der Toroutlinie auf Vorlagengeber Alar beteiligt. Trotzdem nicht so aktiv wie sonst. In der 94. Minute eine unnötige gelbe Karte wegen “Zeit schinden” erhalten.

Christoph Knasmüllner: Tragisch im Abschluss. Den ersten Sitzer kann man ja noch vergeben, den zweiten vielleicht auch noch, aber der Querpass von Alar MUSS ein Tor sein. Diese Fahrlässigkeit hat Wacker Innsbruck im Spiel gehalten.

Aleksandar Kostic:

Einmal knapp im Abseits und ein geblockter Schuss. Konnte in den wenigen Minuten keine nennenswerten Akzente setzen.

 

Der Spielverlauf im Detail:

1. Halbzeit:

Chance Innsbruck! 8. Spielminute: Nach einem Handspiel von Max Hofmann gibt es Freistoß für die Tiroler. Martin Harrer zirkelt den Ball in den Strafraum und Hofmann verliert das Duell gegen Baumgartner. Torhüter Strebinger kann den wuchtigen, aber zu zentral angetragenen Kopfball aus kurzer Distanz fangen.

Chance Rapid! 17. Spielminute: Auer und Malicsek erobern den Ball von Dieng. Malicsek per Einwurf zu Ivan, der etwas invers läuft und schließlich quer zu Deni Alar passt. Der als Zehner aufgestellte Rückkehrer spielt einen Lochpass zu Veton Berisha, seinen Schuss kann Torhüter Knett mit Mühe ins Torout abwehren – Eckball für Rapid.

TOR Rapid! 1:0 18. Spielminute: Den Corner von links spielt Thomas Murg flach zu Malicsek, der passt zu Murg zurück und seine Flanke mit dem linken Fuß geht exakt auf Stefan Schwabs Kopf, der aus etwa 10 Meter Entfernung das 1:0 erzielt. Ein einstudierter Spielzug. Unser Kapitän kommt frei zum Kopfball, da sein Gegenspieler zuvor ausgerutscht ist.

Chance Innsbruck! 25. Spielminute: Hofmann köpfelt eine Flanke aus dem eigenen Strafraum auf die linke Seite, Ivan verliert den anschließenden Zweikampf gegen Harrer, der den Ball zu Rakowitz weiterverarbeitet. Nach dem Pass auf Freitag flankt der Tiroler präzise Richtung Torraum in die Schnittstelle zwischen Innenverteidiger Müldür und Torhüter Strebinger. Beide zögern etwas, der Tiroler Dedic ist zur Stelle und spitzelt den Ball durch Strebingers Beine. Außenverteidiger Potzmann kratzt den Ball in letzter Sekunde von der Torlinie und verhindert somit den Ausgleich des Aufsteigers.

Chance Innsbruck! 30. Spielminute: Freitag flankt im zweiten Versuch von rechts außen Richtung zweiter Stange, wo Stürmer Dedic mit dem Kopf in seinen Rückraum verlängert. Linksaußen Deing nimmt den Ball volley, sein Ball wird abgefälscht, Strebinger kann mit Mühe abwehren.

Chance Rapid! 38. Spielminute: Potzmann schickt auf der linken Seite Malicsek, seine Flanke in den Strafraum kann Ivan gekonnt und mit etwas Glück sichern, sein Schuss fällt jedoch zu mittig aus und Torhüter Knett kann den Ball parieren.

Chance Innsbruck! 41. Spielminute: Innenverteidiger Matthias Maak setzt aus der eigenen Hälfte heraus eher unfreiwillig zu einem Solo an und wird von mehreren Rapidspielern attackiert, kann sich aber gegen Ivan, Potzmann und Schwab durchsetzen. Zu guter Letzt spielt Maak noch perfekt in den Lauf von Stürmer Dedic, der alleine auf das Tor von Rapid zuläuft. Strebinger bleibt im 1 gegen 1-Duell Sieger, zudem wird der Angriff fälschlicherweise wegen Abseits abgepfiffen. Glück für Rapid.

Chance Innsbruck! 42. Spielminute: Die Innsbrucker schalten nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte blitzschnell um und fahren einen Konter über Harrer, der den Ball nach links zu Dieng spielt. Stefan Auer kann Dieng nicht entscheidend stören und Malicsek verliert Harrer in der Rückwärtsbewegung aus den Augen. Den Pass des Senegalesen versucht Harrer – vollkommen ungedeckt – mit der Ferse aus 5 Meter zu vollenden. Der Ball geht jedoch deutlich am Tor vorbei.

Fazit 1. Halbzeit: Rapid hat mehr Ballbesitz und versucht das Spiel zu gestalten, ist aber im Angriffsdrittel zu fehleranfällig. Die meisten Angriffe werden über die linke Seite vorgetragen, konkret gefährlich wird Rapid jedoch sehr selten. Stefan Schwab als reiner 6er vermag zwar die fast komplett neu formierte defensive Viererkette zu unterstützen, in der Vorwärtsbewegung kann er von Malicsek nicht adäquat ersetzt werden.

Die Innsbrucker spielen sehr diszipliniert und mutig und haben Pech, dass sie zur Pause im Rückstand sind. Aufgrund der Überzahl an Torchancen wäre ein Unentschieden verdient.

 

2. Halbzeit:

Chance Rapid! 46. Spielminute: Nur wenige Sekunden ist die zweite Halbzeit alt und Rapid startet einen Konter über Berisha. Der Norweger zieht zentral in Richtung Strafraum, die Angreifer sind in einer 4 zu 3-Überzahl. Oft ist der letzte Pass von Berisha zu unpräzise, dieses Mal spielt er jedoch perfekt auf Malicsek, der in den gegnerischen Sechzehner gelaufenen ist und zentral aus etwa 12 Meter abschließen kann. Seinen halbhoch angetragenen Schuss kann Torhüter Knett ins Torout abwehren. Da wäre mehr möglich gewesen.

Nach 66 Minuten kommt Bolingoli für den angeschlagenen Potzmann und Eler für Dedic.

TOR Rapid! 2:0 69. Spielminute: Bolingoli legt von links in den Strafraum quer, Ivan versucht mit einer Drehung um die eigene Achse an 2 Spielern vorbeizukommen, wird jedoch von Maak gestört. Ivan kann den Ball behaupten, Bolingoli schnappt sich das Leder und legt ihn zurück auf Alar. Der Stürmer sieht den besser postierten Malicsek, der knapp hinter dem Elfmeterpunkt abzieht. Torhüter Knett kann in höchster Not mit dem Fuß nach vorne parieren, der Ball geht jedoch zu Deni Alar, der keine Mühe hat, auf 2:0 zu erhöhen. Rapid ist in dieser Situation beweglicher und gedankenschneller als die Tiroler Abwehr.

Für die letzten 20 Minuten ersetzt Knasmüllner den Rumänen Ivan. Alar ist nun Solospitze. Daxbacher tauscht Rakowitz aus und Durmus ein, der nun im linken Mittelfeld spielt, Dieng geht nach rechts.

Chance Rapid! 72. Spielminute: Schwab von der linken Seite mit dem weiten Pass hinter die Viererkette der Tiroler. Berisha hat sich optimal in den freien Raum bewegt, er läuft in den Strafraum und auf Torraumhöhe spielt er den Ball mit dem Außenrist zurück auf Knasmüllner, der aus 13 Meter Entfernung mit dem rechten Fuß abzieht. Zu schlampig, denn der Ball verfehlt das Gehäuse der Tiroler.

Kostic kommt nach 77 Minuten für Murg und spielt am linken Flügel, Berisha wechselt nach rechts. Gabriele ersetzt bei den Innsbruckern Harrer.

Chance Innsbruck! 83. Spielminute: Durch die Mitte spielen die Innsbrucker zweimal One-Touch-Fußball und der eingewechselte Daniele Gabriele steht vor Torhüter Strebinger. Auch vom Abschluss des Deutschen mit italienischen Wurzeln lässt sich unsere Nummer 1 nicht bezwingen.

Chance Innsbruck! 84. Spielminute: Bolingoli attackiert Dieng nur halbherzig, dessen Hereingabe in den Rücken der Viererkette übernimmt Christoph Freitag direkt, der Schuss aus etwa 13 Meter geht aber am Tor vorbei. Auch da wäre mehr möglich gewesen.

Chance Rapid! 86. Spielminute: Nach schönem Seitenwechsel von Schwab ist die rechte Seite für einen Konter offen. Berisha spielt auf Knasmüllner, der sich noch außerhalb des Strafraums befindet. Der Mittelfeldspieler passt wieder nach rechts auf den aufgerückten Auer, der legt quer auf Knasmüllner zurück und unsere Nummer 28 zieht flach von knapp innerhalb der Strafraumgrenze ab – Knett hält den Ball sicher.

Chance Rapid! 88. Spielminute: Die Tiroler befinden sich bei einem Angriff über ihre rechte Seite mit allen Feldspielern in der gegnerischen Hälfte, Kostic und Schwab erobern den Ball von Dieng und dann geht es schnell. Alar startet aus der eigenen Hälfte in Richtung Tor, Knasmüllner läuft rechts von ihm mit. Einzig der defensive Mittelfeldspieler Kerschbaum versucht noch zurück zu laufen. Als sich Alar bereits im Strafraum befindet, legt er den Ball quer und Knasmüllner muss nur noch Torhüter Knett überwinden. Das gelingt ihm, doch geht der Schuss auch am Tor vorbei. Leichter wird er zu seinem ersten Bundesligatreffer für Rapid wohl kaum mehr kommen können.

TOR Innsbruck! 2:1 89. Minute: Der linke Außenverteidiger Vallci kommt in der eigenen Hälfte an den Ball. Er spielt 3 Meter weiter zu Kerschbaum, der Sechser flankt auf den rechten Flügel zu Dieng. Der Senegalese wird vom rechten Außenverteidiger Schimpelsberger hinterlaufen und die abgerissene Flanke des Ex-Rapidlers senkt sich hinter Strebinger ans Lattenkreuz, von wo der Ball zurück ins Feld springt. Auer reagiert langsamer als Eler, der Slowene passt quer zum eingewechselten Durmus, dieser legt zurück auf Freitag und dessen Direktabnahme aus 18 Meter ins lange Eck, ist für Strebinger unhaltbar.

Erst vermag Bolingoli die Flanke nicht zu verhindern, dann ist Eler im Zweikampf energischer als Auer. Müldür und Hofmann sind überrascht, dass der Ball im Spiel bleibt und stehen zu weit von Durmus weg. Malicsek könnte von seiner Position im Strafraum noch am ehesten Druck auf Freitag ausüben, reagiert allerdings viel zu langsam. Wie beim zweiten Tor von Rapid sind nun die Innsbrucker gedanken- und reaktionsschneller.

Fazit 2. Halbzeit: Unmittelbar nach Wiederanpfiff hat Rapid die große Chance auf das 2:0, dann passiert auf beiden Seiten lange wenig. Ab dem 2:0 durch Alar wird es dann aufregend. Topchancen hüben wie drüben. Da Rapid die endgültige Entscheidung verabsäumt und Wacker Innsbruck zum Tore schießen einlädt, darf man sich nicht wundern, dass der Aufsteiger auch eine der zahlreichen Möglichkeiten nützt.

Danach passiert nichts mehr und Rapid Wien gewinnt mit 2:1!