Rapid Wien Triumph beim Mercedes-Benz JuniorCup 2020

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Auch Anfang Januar 2020 war der SK Rapid Wien beim Mercedes-Benz JuniorCup in Sindelfingen nahe Stuttgart zu Gast. Und auch in diesem Jahr sorgten die Youngsters wieder für Furore. Beim Turnier 2019 hat es nach einer Finalniederlage gegen den FC Liverpool „nur“ zum zweiten Platz gereicht. In diesem Jahr wurde erneut die perfekte Melange aus Spielern der Rapid U18 und Rapid II gefunden und nach 2016 zum zweiten Mal das bedeutende U19 Hallenturnier gewonnen. Yusuf Demir wurde wie bereits 2019 zum besten Spieler des Turniers gewählt.
 

Der Mercedes-Benz JuniorCup 2020

Das U19 Turnier durfte am 04. und 05. Januar 2020 seine bereits 30. Auflage feiern. Seine Bedeutung ist unumstritten. Und auch in diesem Jahr wollten sich acht Spitzenmannschaften miteinander messen.
 
Neben Lokalmatador VfB Stuttgart – die Schwaben haben den Wettbewerb bereits fünfmal gewonnen – war Deutschland mit RB Leipzig, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt prominent vertreten. Neben dem SK Rapid Wien wurden noch Manchester United, die Glasgow Rangers und der FC Porto als Gäste begrüßt.
 

Der Turnierverlauf

Zum Beginn der Vorrunde wurde der Rangers FC aus Glasgow gleich klar mit 3:0 besiegt. Anschließend gab es einen verdienten 3:1 Erfolg gegen die Nachwuchsrasenballer aus Leipzig. Beim abschließenden 2:2 gegen Eintracht Frankfurt wurde eine 2:0 Führung verspielt. Wie man ein 0:2 wieder aufholt, zeigten die jungen Rapidler beim 2:2 gegen Manchester United im ersten Spiel der Zwischenrunde.
 
Die Red Devils hatten zwar ihren 10 Millionen € Einkauf Hannibal Mejbri mit dabei, der junge Franzose wusste aber eher nur durch seinen beeindruckenden Pudel am Kopf, als durch fußballerische Raffinesse aufzufallen. Im Gegensatz zu den beiden herrlichen Treffern von Yusuf Demir und dem Ferserltor von Martin Moormann. Danach war der erste Turniertag beendet.
 
Der zweite Tag verlief gleich sehr erfreulich. Ohne ein einziges Match bestritten zu haben, wurde die Teilnahme am Halbfinale besiegelt. Im zweiten Zwischenrundenspiel wurde dank eines späten Treffers gegen Borussia Mönchengladbach eine Niederlage verhindert. Im Halbfinale kam der Rapid-Express wieder gehörig ins Rollen. Die Glasgow Rangers wurden mit 4:0 vom Parkett gefegt – Finale. Und auch dort gab es ein Wiedersehen. RB Leipzig hatte allerdings auch beim zweiten Aufeinandertreffen nicht den Funken einer Chance und ging sang- und klanglos mit 0:4 unter – Turniersieg!
 

Rapid Wien in Zahlen

Vorrunde
Rapid Wien – Rangers FC: 3:0
Rapid-Tore: Fallmann, T. Hedl, Dijakovic
 
Rapid Wien – RB Leipzig: 3:1
Rapid-Tore: Strasser 2x, Dijakovic
 
Rapid Wien – Eintracht Frankfurt: 2:2
Rapid-Tore: Moormann, Demir
 
Zwischenrunde
Rapid Wien – Manchester United: 2:2
Rapid-Tore: Tepecik, Moormann
 
Rapid Wien – Borussia Mönchengladbach: 1:1
Rapid-Tor: Oswald
 
Halbfinale
Rapid Wien – Rangers FC: 4:0
Rapid-Tore: Moormann 2x, Fallmann, Kocyigit
 
Finale
Rapid Wien – RB Leipzig: 4:0
Rapid-Tore: Demir 2x, Kocyigit, T. Hedl
 

Die Rapid-Spieler

Einige Spieler haben auch schon 2019 am Turnier teilgenommen und durften erste Erfahrungen sammeln. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog wirft einen Blick auf die erfolgreichen Spieler des Turniers 2020:

Die Routiniers

Niklas Hedl (18 Jahre): Der Filius des ehemaligen Rapid Torhüters Raimund Hedl war bereits im Vorjahr beim Turnier dabei. In dieser Saison hat es der Torwart bei Rapid II auf acht Einsätze gebracht. Einmal hütete Niklas Hedl das Tor der U18. Sein Vertrag bei Rapid Wien läuft noch bis Ende Juni 2021.
 
Nikolas Polster (17): Der ein Jahr jüngere Schlussmann kennt das Turnier ebenfalls schon aus dem Vorjahr. In der aktuellen Spielzeit wartet der Youngster noch auf Pflichtspielminuten für Rapid II. Dafür durfte er in sieben Spielen der U18 sein Können zeigen. Für die österreichische U18 Auswahl hat er bislang drei Länderspiele absolviert. Sein Vertrag wurde vor zwei Jahren bis Sommer dieses Jahres verlängert.
 
Martin Moormann (18): Und auch der Kapitän der erfolgreichen Hütteldorfer Mannschaft hat schon für diverse österreichische Nachwuchsauswahlen vorgespielt. Für Rapid Wien hat der als Innenverteidiger oder linker Verteidiger einsetzbare Spieler im Herbst ein Match für die U18 und neun für Rapid II bestritten. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.
 
Mustafa Kocyigit (18): Am Sprung vom Nachwuchs- zum Erwachsenenfußball befindet sich der offensive Mittelfeldspieler. Bei der U18 erzielte der quirlige Spieler in sechs Begegnungen vier Tore. Bei Rapid II verbuchte er in sieben Spielen zwei Treffer. Auch Mustafa Kocyigit ist noch bis Ende dieser Spielzeit in Hütteldorf vertraglich gebunden.
 
Yusuf Demir (16): Den nun schon zweifachen Spieler des Turniers beim Mercedes-Benz JuniorCup braucht man nicht mehr näher vorzustellen. Durch seine Einwechslung in der Südstadt avancierte Rapids größtes Nachwuchsjuwel zum jüngsten Rapidler aller Zeiten. Neben einem Einsatz samt Treffer für die U18 durfte der begnadete Techniker sein Genie bei Rapid II aufblitzen lassen. Und hat in neun Spielen ein herrliches Tor erzielt. Die Gegner der österreichischen U17 Nationalmannschaft bringt er regelmäßig zur Verzweiflung. Beim SK Rapid Wien steht Yusuf Demir einstweilen einmal bis Mitte 2022 unter Vertrag. Im Frühjahr sollte auch sein Debüt für Rapid Wien im Weststadion erfolgen.
 

Die Neuen

Marko Dijakovic (17): Der gelernte Innenverteidiger wurde im Sommertransferfenster verpflichtet. Der Defensivspezialist pendelte im Herbst zwischen der U18 (vier Einsätze) und Rapid II (fünf Spiele). Der 1,85m große Verteidiger ist so wie Nikolas Polster für Österreichs U18 aktiv.
 
Raphael Strasser (18): Der Mittelfeldspieler hat beim Rekordmeister sämtliche Nachwuchsteams durchlaufen und ist in der Saison 2019/20 für die zweite Mannschaft zwölfmal aufgelaufen. Dabei erzielte er drei Treffer. Zudem wurde Raphael Strasser in einem U18 Spiel eingesetzt. Auch dabei hat er einmal seine Visitenkarte beim gegnerischen Torwart hinterlassen.
 
Pascal Fallmann (16): Der Sohn des aktuellen Trainers von SKU Amstetten zeigt sein großes Potential bei Rapids U18. Erst diesen Sommer raufgezogen, hat der bis Mitte 2021 an die Hütteldorfer gebundene Spieler in zehn Einsätzen vier Treffer erzielt. Zudem ist der rechte Verteidiger auch regelmäßig für Österreichs U17 Nationalteam im Einsatz.
 
Moritz Oswald (18): Der offensive Mittelfeldspieler feierte beim Turnier in Sindelfingen seinen 18. Geburtstag. Aus der U18 ist der Kapitän der Mannschaft nicht wegzudenken und hat alle elf Matches der Jugendliga bestritten. Sein Arbeitspapier endet am 30. Juni 2020.
 
Tobias Hedl (16): Der jüngere Spross von Raimund Hedl hat beim Turnier ebenfalls eine Talentprobe abgegeben. Im Herbst war sein tägliches Brot die U18 Jugendliga. Dort hat der Stürmer in elf Einsätzen sein Torkonto auf sechs Treffer hochgeschraubt.
 
Mehmet-Talha Ekiz (18): Der Mittelfeldspieler ist einen Tag älter als Moritz Oswald. Im Herbst hat er für Rapids U18 neun Spiele bestritten. Ein Tor ist ihm dabei nicht geglückt. Aber mit seiner starken Turnierleistung hat sich der 18-Jährige für höhere Weihen durchaus empfohlen.
 
Enes Tepecik (15): Rapids jüngster Transfercoup ist gerade einmal 15 Jahre jung. Im Herbst war der sechsfache österreichische Nachwuchsteamspieler noch für St. Pöltens U16 im Einsatz. Er ist für die Niederösterreicher zehnmal aufgelaufen und hat sechs Treffer erzielt. Nun soll Enes Tepecik bei Rapid Wien den nächsten Karriereschritt gehen und zunächst einmal in der U18 reifen. In Sindelfingen hat er gleich seine Klasse aufblitzen lassen. Zumindest bis Sommer 2022 dürfen sich die Rapidfans auf die Dienste des jungen Spielers freuen.
 

Fazit

Und auch 2020 hat der Nachwuchs des SK Rapid Wien beim Mercedes-Benz JuniorCup im Glaspalast von Sindelfingen reüssiert und mit technischer Finesse, tollen Toren und Siegeswillen geglänzt. Das international hochklassig besetzte Turnier hat erneut gezeigt, dass sich die Rapidfans um den Nachwuchs in Hütteldorf keine Sorgen machen müssen. Im Gegenteil. Das Gespann Zoki Barisic/Didi Kühbauer hat bereits im Herbst gezeigt, dass die Durchlässigkeit vom Nachwuchs zur ersten Mannschaft vorhanden ist und diese auch weiter stark forciert wird. Das ist gut so und dieser Weg gehört mit Nachdruck bestritten.