Rapid Wien und LASK – ist das wirklich notwendig, Herr Gruber?

Rapid Wien LASK Gruber

Ehre wem Ehre gebührt! Der LASK macht seit ein paar Jahren einen tollen Job. Dabei war man dank schlechter Vereinspolitik sogar bis in die Regionallig Mitte abgestürzt und musste dort zwei Saisonen verbringen. Mit Oliver Glasner als sportlichen Leiter wurde alles richtig gemacht. Wobei der auch nicht von einem Baum gefallen ist, sondern von einem oberösterreichischen Konkurrenten abgeworben wurde. Das hat damals einigen Staub aufgewirbelt. Aber egal, denn der LASK steht nun dort, wo er hingehört. Fix in der Europa League. Vielleicht sogar bald in der Champions League. Das muss man vor allem als Fan eines Wiener Clubs anerkennen. Denn was hier abgeht, ist eher zum Mit- und Fremdschämen.

In Wien Favoriten hat man zwar ein herausgeputztes Stadion, einen anerkannten Sportdirektor und einen gewieften Trainer, aber kein Geld mehr für die Mannschaft. In Wien Hütteldorf hat man zwar ein neues Stadion, einen neuen Sportdirektor und den x-ten Trainer, aber das Geld scheint jedes Jahr verblasen zu werden. Somit könnte man dem LASK zu seiner großartigen Entwicklung neidlos bis neidvoll gratulieren. Und doch hat das Ganze ein Gschmäckle, weil dort offenbar ein Präsident am Werken ist, bei dem man ein gewisses – mich dünkt das heißt neuerdings so – verhaltensoriginelles Gebaren attestieren muss.

Rapid Wien und Siegmund Gruber

Jetzt ist Herr Dr. Siegmund Gruber MBA MAS gewiss kein dummer Mensch. Das verraten nicht nur seine akademischen Grade, die er sich erworben hat, sondern er steht als Präsident Pate für die bereits erwähnte Entwicklung bei den Linzern. Dass akademische Würden allerdings nicht gleich Niveau bedeuten, demonstriert er in einer sehr mühsamen Regelmäßigkeit. Mit seinen Verbalinjurien und Tiraden macht er hiesigen Rechtspopulisten Konkurrenz und seine Wortspenden und Hetze in Richtung Hütteldorf nehmen mittlerweile pathologische Züge an.

Was auch immer er damit kompensieren möchte, lässt sich maximal erahnen, aber es ist schon sehr seltsam, dass jemand in der Stunde der eigenen größten Erfolge nichts Besseres zu tun weiß, als den Rekordmeister zu beflegeln.

Keine Verschiebung

Dabei ist die jüngste Thematik sonnenklar und das Verhalten des Herrn Gruber peinlicher als die Nichtleistungen der Wiener Clubs. Hat man beim LASK nicht gewusst, dass das Playoff für die Champions League aus einem Hin- und Rückspiel besteht oder hat man nicht damit gerechnet, den FC Basel aus dem Bewerb zu verabschieden? Wie sonst kommt der Herr Präsident des LASK darauf, vier Tage vor dem Spiel im Weststadion auf eine Verschiebung insistieren zu wollen? Das ist ja komplett absurd und wurde von den Verantwortlichen und Medien – vollkommen richtig – abgeschmettert.

Einmal abgesehen davon, dass der Europacup kein böses Schicksal ist, welches die Linzer unvorbereitet ereilt hat, sollte dieser Bewerb als Chance gesehen werden und bedarf bestmöglicher Vorbereitung. Wenn das Herr Dr. Siegmund Gruber MBA MAS nicht schafft, ist er selbst schuld und darf sich an die eigene Nase fassen. Auf die Idee einer Verschiebung hätte er ja wohl schon früher kommen können. Jetzt das eigene Versagen auf andere abwälzen zu wollen, ist ein nur allzu billiger Versuch, der eher an Ibizavideodarsteller erinnert, als an einen seriösen Präsidenten des österreichischen Vizemeisters.

Auch GRÜN AUF WEISS wünscht dem LASK für seinen Auftritt im Jan Breydel Stadion vom FC Brügge alles Gute und hoffentlich schafft ihr es in die Champions League. Mit Marvin Potzmann, der vom SK Rapid Wien die Freigabe für einen Wechsel nach Linz erhalten hat und euch jetzt verstärkt. Wir bösen Wiener aber auch.

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