Rapid Wien in der Krise – eine Spurensuche – Teil 2

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Rapid Wien schießt zu wenig Tore:

 

15 Tore haben die Spieler des SK Rapid Wien in 14 Runden zusammengebracht. Und 18 erhalten. Platz 8 mit 16 Punkten. Das ist unerfreulich. Um auf ähnlich bescheidene Werte zu kommen, muss man tief im Rapidarchiv graben:

 

 

In der Saison 2006/07 hatten die Hütteldorfer zum selben Zeitpunkt erst 14 Zähler am Konto. Jedoch zumindest mehr Tore geschossen. Aufgrund einer Niederlage in Pasching in der 7. Runde wurde Trainer Georg Zellhofer nach nur 23 Spielen von seinen Aufgaben entbunden und durch Peter Pacult ersetzt. Bis zum Ende der Saison führte der Floridsdorfer den Rekordmeister bis auf Platz 4.

2001/02 hatten die Rapidspieler eine noch größere Ladehemmung und nach 14 Runden bloß 14 Tore erzielt. Ernst Dokupil wurde in der siebenten Runde eine Derbyniederlage zum Verhängnis, der viel zu früh verstorbene Peter Persidis durfte 3 Spiele interimistisch coachen und hernach hätte mit Lothar Matthäus eine neue Ära beginnen sollen. Sie endete nach 36 Runden auf Platz 8.

 

Wer hat bei Rapid Wien getroffen?

 

 

Munas Dabbur (RBS) führt mit 8 Treffern die Torschützenliste vor Routinier Michael Liendl (WAC), seinem Mannschaftskollegen Marc Andre Schmerböck und Ex-Rapidler Rene Gartler (SKN St. Pölten) an.

Bei den Torvorlagen nimmt Christoph Knasmüllner mit 6 Assists hinter Thomas Goiginger (LASK, 8 Torvorlagen) und Michael Liendl (WAC, 7) Platz 3 ein.

 

Wann fallen in der Bundesliga die Tore?

 

 

Wer den SK Rapid Wien erfolgreich spielen sehen möchte, sollte pünktlich im Stadion sein. Die ersten 30 Minuten sind erfolgreich, dann geht es steil bergab. In den 15 Minuten nach der Pause ist den Hütteldorfern gleich gar kein Treffer geglückt. Und auch die Rapidviertelstunde spottet ihrer Bedeutung. Inklusive Nachspielzeit stehen 3 erzielten Toren 6 Gegentreffer gegenüber. Zum Vergleich der Blick nach Salzburg: Torverhältnis 13:2. 7 alleine in der Nachspielzeit.

 

Welche Positionen treffen?

 

 

 

Unsere Verteidiger haben für ein Drittel der Rapidtore gesorgt und vor allem Mario Sonnleitner ist in Torlaune. Inklusive des zu unrecht aberkannten Treffers in Altach wäre er bester Torschütze. Ein weiteres Drittel verdanken wir dem Mittelfeld und das letzte Drittel unseren Stürmern. Wobei Veton Berisha und Andrei Ivan zumeist über die Flügel gekommen sind.

Auf treffsichere Stürmer warten die Rapidfans nun schon seit längerer Zeit. Robert Beric war der letzte echte Knipser, fehlendes Fortune unserer Stürmer wurde zumindest von den Mittelfeldspielern aufgefangen. 38 von 68 Toren wurden letzte Saison von Mittelfeldspielern erzielt. Das ist in der heurigen Saison vollkommen weggebrochen. Die Rapidstürmer Andrija Pavlovic und Deni Alar sind trotz großer Vorschusslorbeeren noch nicht angekommen und Jérémy Guillemenot enttäuscht. Auch das Mittelfeld kann an die Leistungen vergangener Jahre nicht anknüpfen. Unglaubliche 78 Scorerpunkte gingen in der vergangenen Saison auf das Konto der grünweißen Mittelfeldspieler. Davon ist der SK Rapid Wien aktuell meilenweit entfernt.

Morgen geht Grünaufweiß für euch noch weiter ins Detail.

 

Bleibt dran 🙂💪


Den ersten Teil unserer Analyse findet ihr HIER.

 

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