Rapid Wien: Die Bilanz nach dem Grunddurchgang Teil 2

Rapid Wien im Check

Der Grunddurchgang der Bundesliga Saison 2019/20 ist nun endgültig vorüber. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog analysiert und wertet die Leistungen der Hütteldorfer aus. In der Bilanz nach dem Grunddurchgang Teil 1 haben wir uns mit den Heim- und Auswärtsspielen beschäftigt. Nun widmen wir uns dem zweiten Teil.

In den vergangenen Jahren war stets eine große Diskrepanz zwischen der ersten und der zweiten Halbzeit erkennbar. Zudem schauen wir uns an, wann der SK Rapid Wien den Gegnern die Tore eingeschenkt hat. Und wann musste Torhüter Richard Strebinger hinter sich greifen?
 

Rapid Wien Kämpfen Grunddurchgang Bilanz
Rapid überzeugt in der Anfangsviertelstunde Christian Felkel | GRÜN AUF WEISS

 

Rapid Wien: Die erste Halbzeit

Wir erinnern uns: 2017/18 wäre der SK Rapid Wien nach den ersten 45 Minuten Meister gewesen. Zwei Punkte vor den Salzburgern. Doch der Pausentee dürfte nicht allzu bekömmlich gewesen sein. In der abgelaufenen Spielzeit hätte es zumindest noch zum dritten Rang gereicht. Mit deutlichem Vorsprung auf das Abstiegsplayoff. Doch auch da wurden die guten Leistungen der ersten Halbzeit nach dem Seitenwechsel noch komplett versemmelt.
 
Im Grunddurchgang der aktuellen Saison hat sich dieses Bild ein wenig gewandelt – in beide Richtungen. Zur Pause nimmt der österreichische Rekordmeister nur noch den vierten Platz ein. Mit zehn Punkten Rückstand auf die Salzburger. Wäre das Match bereits nach 45 Minuten beendet, hätten die Hütteldorfer neun Siege, gleich viele Unentschieden und vier Niederlagen eingefahren. Das Torverhältnis zur Halbzeit lautet 23:14. Mit den 36 Punkten liegt der Rekordmeister unter dem Punkteschnitt, der letztendlich nach 22 Runden erreicht wurde.
 
Die Tabelle der 1. Halbzeit

Verein Sp S U N Tore Pk
RBS 22 15 2 5 35:13 47
LASK 22 14 4 4 24:11 46
Sturm 22 11 7 4 16:10 40
Rapid 22 9 9 4 23:14 36
Hartberg 22 7 12 3 17:10 33
Austria 22 7 7 8 14:13 28
WAC 22 7 6 9 16:15 27
Tirol 22 6 7 9 12:21 25
Altach 22 5 7 10 14:25 22
Admira 22 5 6 11 10:17 21
M´burg 22 4 6 12 11:24 18
St. Pölten 22 2 7 13 7:26 13

 

Die Hütteldorfer nach dem Pausentee

Die Leistungen der Rapidspieler nach dem Seitenwechsel waren in den letzten Jahren zumeist bescheiden. In den ersten 45 Minuten bereits erarbeitete Punkte wurden noch verjuxt. Und somit erfolgte auch der Absturz in der Tabelle. Diese Trendwende wurde geschafft.
 
Zwar hat der österreichische Rekordmeister vor der Pause zwei Zähler mehr als danach gesammelt, aber insgesamt ist die Bilanz immer noch deutlich positiv. Acht zweite Halbzeiten wurden gewonnen, zehnmal remisiert und vier verloren. Das Torverhältnis ist klar positiv: 24:12. Aus den 36 Punkten der ersten und 34 aus der zweiten Halbzeit ergeben sich letztendlich 40 Punkte. Das nennt sich Effizienz.
 
Die Tabelle der 2. Halbzeit

Verein Sp S U N Tore Pk
RBS 22 15 5 2 39:13 50
WAC 22 15 5 2 34:12 50
LASK 22 12 7 3 26:9 43
Rapid 22 8 10 4 24:12 34
Sturm 22 9 4 9 21:18 31
Austria 22 8 4 10 19:23 28
St. Pölten 22 7 6 9 14:28 27
Altach 22 6 7 9 20:19 25
Hartberg 22 6 5 11 19:40 23
M´burg 22 4 7 11 15:28 19
Admira 22 3 7 12 12:26 16
Tirol 22 3 5 14 14:29 14

 

Wann lassen es Taxi & Co krachen?

Mit 47 Volltreffern haben die Hütteldorfer die viertmeisten Tore erzielt. Wer sich vor dem Anpfiff zu lange Zeit gelassen hat, wurde bestraft. Denn die Rapidler starteten wie aus der Pistole geschossen und haben in den ersten 15 Minuten zehn erfolgreiche Abschlüsse verbucht. Das ist ex aequo mit den Salzburgern der Spitzenwert. Von der 16. bis zur 30. Minute folgte die im gesamten Spiel schwächste Phase mit nur drei Treffern. Einzig WSG Tirol und der ehemalige FK Magna waren in diesem Zeitraum noch ungefährlicher. Bis zum Beginn der Nachspielzeit ging es wieder bergauf, während die Zeit bis zum endgültigen Abpfiff der ersten Halbzeit noch einmal für vier Tore genützt wurde. Die elf Konkurrenten kommen zusammen genommen auf ebenso viele Treffer.
 
Nachdem die Seiten gewechselt wurden, legten es die Rapidler recht gleichmäßig an. In den ersten beiden Viertelstunden wurde je siebenmal der gegnerische Torhüter bezwungen. Nach dem Einklatschen der Rapidviertelstunde noch sechsmal. In der Nachspielzeit ging es abermals heftig zu. Wie schon knapp vor der Pause gaben die Rapidler auch noch vor dem endgültigen Spielende Vollgas. Vier Tore sind auch hier der Bestwert.
 

Und wann scheppert es bei den Hütteldorfern?

In der Anfangsviertelstunde wurde das Nervenkostüm der Rapidfans wenig gebeutelt. Nur zweimal mussten Richard Strebinger und Tobias Knoflach den Ball aus dem Netz holen. Allerdings war es ausgerechnet der krisengebeutelte Stadtrivale, der in beiden Derbys in der Anfangsviertelstunde getroffen hat. Nach einer halben Stunde hält der SK Rapid Wien bei insgesamt bloß fünf Gegentreffern. Bestwert. Vogelwild wurde es dann allerdings bis zur Pause. Da musste die Defensive neun erfolgreiche Abschlüsse der Gegner hinnehmen, einen davon – zuletzt in Kärnten – in der Nachspielzeit. Nach der Pause ging es wieder stabiler zu. Wobei zwei der drei Gegentreffer letztendlich statt zu möglichen Siegen nur zu Unentschieden führten. In den 15 Minuten vor der Rapidviertelstunde schlug es insgesamt fünfmal ein. Nach dem Einklatschen bis zur Nachspielzeit mussten nur noch zwei Gegentore hingenommen werden. Die gleich Bilanz in der Nachspielzeit. Allerdings waren beide Treffer entscheidend. Das erste Tor besiegelte die Heimniederlage gegen den LASK, der Freistoßtreffer von Zlatko Junuzovic die Pleite in Salzburg.
 
Rapid Tor-Statistik

0-15′ 16-30′ 31-45′ 45+ 46-60′ 61-75′ 76-90′ 90+
10:2 3:3 6:8 4:1 7:3 7:5 6:2 4:2

 

Fazit

Die Diskrepanz zwischen erster und zweiter Halbzeit ist geringer geworden. Auch die Effizienz ist in Ordnung, schauen doch in Summe mehr Punkte heraus, als die beiden Halbzeiten für sich alleine genommen zählen würden. Rapid Wien startete in die ersten 15 Minuten hervorragend, danach ging etwas der Faden verloren. Ehe es in der Nachspielzeit vor der Pause noch einmal zur Sache ging. Auch nach dem Seitenwechsel ist die Bilanz insgesamt positiv. Aufregend wurde es nach der regulären Spielzeit. Drei der vier Treffer in der Nachspielzeit haben noch zu Unentschieden geführt (zweimal Hartberg, einmal WAC). Dafür gingen zwei wichtige Begegnungen noch kurz vor dem Abpfiff verloren (LASK, Salzburg).

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