Rapid Wien: Die Bilanz nach dem Grunddurchgang – Teil 1

Rapid Wien im Check

Mit einem 2:2 Unentschieden in Wolfsberg beim WAC hat der SK Rapid Wien den Grunddurchgang der Bundesliga Saison 2019/20 beendet. Nun zieht der österreichische Rekordmeister mit einem Jahr Verspätung erstmals in das Meisterplayoff ein. Und ersetzt dort den zweiterfolgreichsten Wiener Verein, der nach einem durchwachsenen Herbst nun im Abstiegsplayoff vorspielen darf. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog analysiert für euch den Grunddurchgang. Im ersten Teil widmen wir uns der grün-weißen Heim- und Auswärtsbilanz.
 

WAC Rapid Grunddurchgang Bilanz
Rapid Wien remisiert beim WAC Christian Felkel | GRÜN AUF WEISS

 

Rapid Wien: Souverän ins Meisterplayoff

Der Auftakt in die neue Saison ist daneben gegangen. Zuerst die Heimpleite gegen den Ligakrösus aus Salzburg. In St. Pölten nur ein 2:2 Unentschieden. Doch mit dem schmeichelhaften 2:1 Heimerfolg gegen SCR Altach in der dritten Runde ist in der Tabelle erstmals der Sprung über den ominösen „Strich“ gelungen. Und dort konnte sich Rapid Wien auch bis zum Ende des Grunddurchgangs locker etablieren. Von der 7. bis zur 17. Runde hielten die Hütteldorfer den vierten Platz. Mit einem 3:0 Erfolg in der Südstadt gelang knapp vor Weihnachten noch der Sprung unter die Top 3. Das ist ja auch das angestrebte Saisonziel der Vereinsverantwortlichen.
 
Nach der Winterpause wurde der dritte Rang mit zwei Heimsiegen und zwei späten Punkteteilungen in Hartberg und Wolfsberg verteidigt, der Rückstand auf die zweitplatzierten Salzburger sogar ein wenig verkürzt. Nun werden die Punkte halbiert und der SK Rapid geht mit 20 Zählern in die letzten zehn Runden, wo es jeweils noch zwei Aufeinandertreffen mit den fünf übrigen Teilnehmern am Meisterplayoff gibt.
 
Die Tabelle nach dem Grunddurchgang

Verein Sp S U N Tore Pk
LASK 22 17 3 2 50:20 54
RBS 22 14 6 2 74:26 48
Rapid 22 11 7 4 47:26 40
WAC 22 11 5 6 50:27 38
Sturm 22 9 5 8 37:28 32
Hartberg 22 8 5 9 36:50 29
Austria 22 5 10 7 33:36 25
Altach 22 7 3 12 34:44 24
Admira 22 4 7 11 22:43 19
Tirol 22 5 4 13 26:50 19
M´burg 22 5 3 14 26:52 18
St. Pölten 22 3 8 11 21:54 17

 

Die Hütteldorfer im Weststadion: Dürftig

Die Grün-Weißen haben zwar 2020 beide Heimspiele gegen WSG Tirol und SV Mattersburg gewonnen, insgesamt hält sich allerdings die Zufriedenheit mit den gezeigten Leistungen im Weststadion in Grenzen. Vier Siegen, stehen vier Unentschieden und drei Niederlagen gegenüber. Zu wenig für die eigenen Ansprüche. Das reicht in der Heimtabelle gerade einmal für den fünften Platz und nur das bessere Torverhältnis lässt die Rapidler vor dem Rivalen aus Favoriten liegen. Beide Wiener Clubs mussten in ihren neuen Stadien je 14 Gegentreffer hinnehmen.
 
Die Hütteldorfer haben jedoch 20 geschossen. Gleich oft durften die Spieler des TSV Hartberg zum Torjubel abdrehen. LASK und WAC ließen in ihren Heimstätten die gegnerischen Tornetze 27-mal bauschen. Und das Eventpublikum in der Mozartstadt durfte sogar 43 Treffer artig beklatschen.
 
Vergleicht man diese Zahlen mit der abgelaufenen Gruselsaison, fällt auf, dass nur eine minimale Verbesserung eingetreten ist. Denn auch im Vorjahr wurden bloß 16 Zähler gesammelt. Die lächerlichen zehn Tore wurden zwar verdoppelt, die Anzahl der Gegentreffer allerdings beinahe auch.
 
Die Heimtabelle nach dem Grunddurchgang

Verein Sp S U N Tore Pk
RBS 11 9 1 1 45:14 28
LASK 11 6 3 2 27:15 21
WAC 11 5 3 3 27:15 18
Hartberg 11 5 3 3 20:18 18
Rapid 11 4 4 3 20:14 16
Austria 11 4 4 3 17:14 16
Sturm 11 4 2 5 16:15 14
Altach 11 4 2 5 21:22 14
Admira 11 2 3 6 8:16 9
Tirol 11 2 2 7 10:25 8
St. Pölten 11 1 4 6 12:30 7
M´burg 11 1 2 8 10:25 5

 

Grün-Weiß auf Reisen: So muss Rapid!

Auch wenn die beiden letzten Ausflüge nur mit Punkteteilungen – die dafür jeweils durch eigene Treffer in der Nachspielzeit – endeten, muss man als Rapidfan mit der Ausbeute zufrieden sein. Sieben Siege, drei Remis und nur eine einzige Niederlage bedeuten in der Auswärtstabelle den zweiten Platz.
 
Mit 27 Treffern wurden zudem die zweitmeisten Tore erzielt. Auch die zwölf Gegentreffer in elf Begegnungen können sich sehen lassen. Gleich fünfmal konnte Torhüter Richard Strebinger seinen Kasten sauber halten. Diese Souveränität wurde in das Jahr 2020 leider noch nicht mitgenommen. Vor allem vier Tore nach Standardsituationen sind ein Ärgernis.
 
Die 24 Punkte sind allerdings kein Vergleich zu den dürftigen Darbietungen 2018/19. Da lagen die Hütteldorfer mit nur elf Zählern auf dem neunten Rang der Auswärtstabelle. Zudem auch noch mit einem negativen Torverhältnis. In dieser Hinsicht eine sehr erfreuliche Steigerung im Vergleich zum vergangenen Spieljahr.
 
Die Auswärtstabelle nach dem Grunddurchgang

Verein Sp S U N Tore Pk
LASK 11 11 0 0 23:5 33
Rapid 11 7 3 1 27:12 24
RBS 11 5 5 1 29:12 20
WAC 11 6 2 3 23:12 20
Sturm 11 5 3 3 21:13 18
M´burg 11 4 1 6 16:27 13
Tirol 11 3 2 6 16:25 11
Hartberg 11 3 2 6 16:32 11
Altach 11 3 1 7 13:22 10
Admira 11 2 4 5 14:27 10
St. Pölten 11 2 4 5 9:24 10
Austria 11 1 6 4 16:22 9

 

Fazit

Der SK Rapid Wien ist in seinem neuen Wohnzimmer immer noch nicht angekommen. Eine Festung wie einst das legendäre Hanappi Stadion ist das Weststadion bislang nicht. Möchten die Hütteldorfer zumindest den dritten Platz in der Abschlusstabelle erreichen, muss der Output bei den Heimspielen deutlich gesteigert werden. Dafür darf man bei den Wienern mit den Ergebnissen in fremden Stadien zufrieden sein. Dieser Schwung muss auch ins Meisterplayoff mitgenommen werden. Am besten gleich zum Auftakt in Salzburg.
 

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