Rapid Wien in die Champions League: Die Gegner der 2. Qualirunde

Rapid Wien Champions League 2. Qualirunde Gegner

Am Samstag, 25. Juli 2020 sind die letzten Spiele in der türkischen Süper Lig und der kroatischen 1. HNL ausgetragen worden. Die Meister standen mit Istanbul Basaksehir und GNK Dinamo Zagreb zwar bereits fest, jedoch die zweiten Plätze wurden noch vergeben. Somit kennt SK Rapid Wien nun alle möglichen Gegner in der 2. Qualifikationsrunde für die Champions League Saison 2020/21. Wobei es noch zu Änderungen kommen kann – doch dazu später.
 
Sechs Mannschaften haben sich für diese Runde qualifiziert und wollen über den Platzierungsweg in die Königsklasse. Neben Rapid Wien sind das Viktoria Pilsen, PAOK Saloniki, AZ Alkmaar, Trabzonspor und NK Lokomotiva Zagreb. Die Auslosung erfolgt am 10. August 2020. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog zu den möglichen Gegnern.
 

Rapid Wien ist gesetzt

Das ist gleich einmal die erfreuliche Nachricht: Dank des hohen Klubkoeffizienten ist der österreichische Rekordmeister gesetzt. Das verunmöglicht auf alle Fälle ein Duell mit Viktoria Pilsen, Zweiter der tschechischen Fortuna Liga 2019/20. Wobei die Erinnerungen an den fünffachen Meister sogar sehr gut sind. In der Europa League Saison 2015/16 gewannen die Hütteldorfer zunächst das Heimspiel mit 3:2. Mehr aber noch werden sich die Rapidfans an den „Stolpersberger“ Treffer zum 2:1 von Philipp Schobesberger im Rückspiel erinnern.
 
Nach aktuellem Stand bleibt uns ein Wiedersehen mit PAOK Saloniki ebenfalls erspart. Auch mit dem griechischen Vizemeister haben die Wiener bereits die Klingen gekreuzt. Die beiden Remis im Jahr 1972 werden nicht alle Rapidfans miterlebt haben. Die Qualifikationsspiele für die Europa League 2012 hingegen alle, die dabei waren, noch in lebhafter Erinnerung haben. Zuerst das 1:2 im Auswärtsmatch samt heftiger Ausschreitungen. Dafür ein 3:0 im Hanappi Stadion mit dem Zaubertor von Fußballgott Steffen Hofmann in der Nachspielzeit aus der eigenen Hälfte.
 

Alkmaar, Trabzonspor oder Lokomotiva Zagreb?

Der zweifache Meister war einer der großen Verlierer der Coronakrise im holländischen Fußball. Die Eredivisie wurde nach dem 26. Spieltag abgebrochen und der Zwischenstand als Endresultat beglaubigt. AZ Alkmaar war zu diesem Zeitpunkt punktgleich mit Ajax Amsterdam und hätte allerbeste Chancen auf den Meistertitel gehabt. Rapid Wien und der holländische Vizemeister kennen einander noch nicht, der LASK hat sich aber in der laufenden Europa League Saison in der Zwischenrunde durchgesetzt (1:1, 2:0).
 
Trabzonspor spielte in der Türkei lange um den Titel mit – am Ende ist dem sechsfachen Meister allerdings die Luft ausgegangen. Doch zumindest der zweite Endrang konnte abgesichert werden. Auch in diesem Fall würde es zu einer Premiere zwischen den Grün-Weißen und dem Traditionsverein aus der Hafenstadt am Schwarzen Meer kommen.
 
NK Lokomotiva Zagreb wird den wenigsten Fußballfans bekannt sein. Doch der Verein blickt auf eine Geschichte bis ins Jahr 1914 zurück. Die allerdings nur wenige sportliche Highlights zu bieten hat. Seit 2009/10 sind die Hauptstädter wieder in der höchsten kroatischen Liga vertreten und haben sich dreimal für das internationale Geschäft qualifiziert. Gegen Dinamo Minsk, PAOK Saloniki und KRC Genk gab es jedoch kein Weiterkommen. In der Wintervorbereitung 2014 absolvierten die Hütteldorfer ein Testmatch gegen NK Lokomotiva Zagreb – Deni Alar erzielte beim 1:0 Erfolg den Siegtreffer.
 

Oder kommt doch alles anders?

Das Teilnehmerfeld könnte allerdings noch einmal gehörig durchgewirbelt werden. Qualifiziert sich der Gewinner der Europa League 2019/20 über seine heimische Meisterschaft für die Champions League, steigen AZ Alkmaar und Trabzonspor aufgrund des besseren Länderrankings in der UEFA Fünfjahreswertung in die nächste Runde auf. Somit verblieben NK Lokomotiva Zagreb und PAOK Saloniki als potentielle Gegner.
 
Doch auch dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) – könnte noch entscheidende Bedeutung zukommen. Trabzonspor wurde von der UEFA für den Europacup gesperrt. Der türkische Vizemeister hat das Urteil jedoch nicht akzeptiert und hofft – wie zuletzt Manchester City – auf eine Aufhebung des Spruchs. Ansonsten würde als Tabellendritter Besiktas Istanbul profitieren. Und auch in Griechenland scheint die Entscheidung noch nicht final gefallen. Im März dieses Jahres hatte der griechische Fußballbund EPO PAOK Saloniki sieben Zähler abgezogen, weswegen AEK Athen den zweiten Endrang einnehmen würde. Doch auch dieses Urteil wurde vom CAS kassiert und für eine neue Verhandlung an den Verband zurückverwiesen.
 
Die Fans, Spieler und Verantwortlichen des SK Rapid Wien werden sich noch bis zur Auslosung in Geduld üben müssen, bis der Gegner in der 2. Qualifikationsrunde für die Champions League endgültig bekannt ist. Das wird der Vorfreude jedoch keinen Abbruch tun. Denn mit einem Sieg und dem Aufstieg in die 3. Runde wäre zumindest einmal die Teilnahme an der Europa League Gruppenphase fixiert. Oder erschallt im Herbst vielleicht doch die Champions League Hymne im Weststadion?