Rapid Wien besiegt den WAC glücklich

Rapid Wien Sieg WAC

Der SK Rapid Wien hat nach dem Auswärtssieg beim LASK mit dem Heimsieg gegen den WAC die nächsten Big Points eingefahren. Der zweite Tabellenrang wurde abgesichert und der Vorsprung auf die Wolfsberger ist bereits auf sechs Punkte angewachsen. Auf den LASK sind es sogar bereits sieben Zähler. Sollte der Sechs-Punkte-Abzug doch noch rückgängig gemacht werden, sind die Hütteldorfer aktuell dennoch vor den Linzern. Wobei ein Punktgewinn der Mannschaft von Trainer Valerien Ismael in Salzburg durchaus wünschenswert gewesen wäre. Doch dank des 3:1 Erfolgs der mit Brausekonzernmillionen finanzierten Salzburger blieb der Rückstand auf den Tabellenführer gleich. Im Tabellenkeller konnte Sturm Graz seine Talfahrt mit einem späten Erfolg im steirischen Derby bei TSV Hartberg stoppen.
 
Beim Duell zwischen SK Rapid Wien und dem WAC im leider immer noch verwaisten Weststadion konnten sich die Hütteldorfer – wie auch schon beim 1:0 Erfolg beim LASK – spät durchsetzen. Der entscheidende Treffer fiel sogar in der selben Spielminute. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog mit seinen Gedanken zum Spiel und der vierten Runde des Meisterplayoffs.
 

Abermals grün-weißer Fokus auf die Defensive

Wer auf eine ähnlich offensive Aufstellung und Ausrichtung wie im Heimspiel gegen Sturm Graz gehofft hatte, wurde enttäuscht. Wie beim Auftritt in Pasching bestand die Startelf aus gleich sieben defensiven Feldspielern. Die Dreierabwehrkette vor Torhüter Tobias Knoflach bildeten erneut Maximilian Hofmann, Dejan Ljubicic und Leo Greiml. Auch die Viererkette davor war – bestehend aus Maximilian Ullmann, Srdjan Grahovac, Dejan Petrovic und Filip Stojkovic statt Stephan Auer – beinahe ident. Dafür wurden die drei Offensivspieler ersetzt. Statt des gesperrten Stefan Schwab, Kelvin Arase und Ercan Kara durften Christoph Knasmüllner, Taxi Fountas und Koya Kitagawa ran. Zwei sehr agile Spitzen, zentral dahinter Rapids Nummer 28 und die Hoffnung, dass die beiden Flügelverteidiger mehr Offensivpower als in Pasching entfalten könnten.
 

Rapid Wien verwertet die einzige Torchance

Die ersten 35 Spielminuten sind rasch erzählt – es ist nichts passiert. Die Hütteldorfer und die Wolfsberger neutralisierten einander größtenteils, wobei die Gäste – gefühlt – mehr Spielanteile hatten, allerdings keine Torchance vorfanden. Doch dann endlich einmal ein schneller und direkt gespielter Vorstoß der Rapidler. Nach Balleroberung durch Srdjan Grahovac und Pass zu Taxi Fountas schalteten die Hütteldorfer schnell um. Christoph Knasmüllner mit der Rückverlagerung auf den linken Flügel zu Taxi Fountas und nach perfektem Zuspiel des Griechen schloss Koya Kitagawa den Konter zum 1:0 ab. Das erste Meisterschaftstor des Japaners.
 

WAC gleicht aus, Rapid glückt Abseitstor

Gleich nach Wiederbeginn folgte wieder ein schneller Angriff der Hütteldorfer, Christoph Knasmüllner schob den Ball jedoch am langen Eck vorbei. In Minute 50 der Ausgleich. Ein Freistoß von Michael Liendl fand den Kopf von Shon Weissman und es stand 1:1. Michael Novak dürfte zwar Maximilian Hofmann behindert haben, der Treffer wurde jedoch gegeben. Nun hatten die Gäste Oberwasser und das Geschehen fest im Griff, ohne allerdings gefährlich zu werden. Kelvin Arase ersetzte Koya Kitagawa.
 
Doch erst mit der Einwechslung von Yusuf Demir statt Taxi Fountas und Thorsten Schick statt Filip Stojkovic wurden die Rapidler wieder offensiver. In Minute 83 wurde Ercan Kara für Christoph Knasmüllner eingewechselt. Nur vier Minuten später dann die entscheidende Szene des Spiels. Verteidiger Leo Greiml mit dem Energieanfall, Yusuf Demir steckte auf Ercan Kara durch und der Winterneuzugang mit dem Abschluss, der jedoch von der Stange zu Maximilian Ullmann zurückprallte. Der 23-Jährige zog ab und der Ball zappelte im Netz. Allerdings war Kelvin Arase im Abseits gestanden und behinderte Innenverteidiger Dominik Baumgartner leicht, weswegen das Tor nicht zu geben gewesen wäre.
 

Rapid Wien gewinnt erneut glücklich

Schon in Pasching war die Ausrichtung der Hütteldorfer extrem defensiv und auf die Null halten ausgerichtet. Ein Blackout hatte das Spiel zugunsten des Rekordmeisters entschieden. Die Aufstellung mag den Verletzten bei Rapid und der Spielstärke des LASK geschuldet gewesen sein. Der Erfolg hat Trainer Didi Kühbauer auch recht gegeben. In einem Heimspiel gegen den WAC sollte der Anspruch jedoch höher sein. Abermals mit sieben defensiven Feldspielern Beton anzurühren, ist äußerst gewöhnungsbedürftig.
 
Dass den Hütteldorfern erneut in Minute 87 das Glück hold war, ist zwar aus grün-weißer Sicht erfreulich, dennoch ist Rapid Wien nicht etwa Admira Wacker und sollte daher auch auf die offensiven Tugenden nicht vergessen. Denn jedes Mal werden die Wiener von Fortuna nicht geküsst werden und vier Punkte geschenkt bekommen.
 

Und die Konkurrenz?

Sturm Graz sah im Derby bei TSV Hartberg bereits wie der Verlierer aus. Doch dank zwei Freistoßtreffern von Kiril Despodov in den letzten fünf Minuten konnten die Grazer doch noch jubeln und haben in der Tabelle nun wieder Anschluss gefunden. FC Salzburg begann auch gegen den LASK wie die Feuerwehr und lag bereits nach elf Minuten mit 2:0 in Führung. Den Linzern gelang zwar noch der Anschlusstreffer, doch neun Minuten vor dem Ende sorgte Albert Vallci per Kopf für die endgültige Entscheidung.