Inter Mailand vs. Rapid Wien – die Spielvorschau

Showdown in Mailand! Gelingt den Rapidlern doch noch die Sensation? Hat Rapid noch eine Chance? Was sagt Didi Kühbauer?

 

Ausgangssituation:

Mit dem knappen, aber verdienten Auswärtssieg haben sich die Nerazzurri eine ausgezeichnete Ausgangssituation geschaffen. Im Endeffekt reicht ein Unentschieden zum Aufstieg und die Italiener können Ergebnisfußball. Zumal hinten die zweitbeste Defensive der Serie A die Null halten soll.

Auf der anderen Seite ist das Ergebnis auch trügerisch. Den Hütteldorfern „reicht“ schon ein 0:1-Erfolg, um zumindest in die Verlängerung zu kommen und bei jedem anderen Sieg knallen sowieso die Sektkorken. Je länger die grün-weiße Mannschaft ohne Gegentor bleibt, umso leichter lässt sich Risiko nehmen, um noch den einen Lucky Punch zu schaffen. Und dann ist alles möglich.

Für beide Teams steht am kommenden Sonntag sehr viel auf dem Spiel. Für die Mailänder die Champions League, für die Wiener das Meisterplayoff.

Inter Mailand muss auswärts beim AC Florenz bestehen, während die Verfolger AC Milan und AS Roma vergleichsweise einfache Aufgaben zu bewältigen haben.

Rapid muss den ungeschlagenen Tabellenführer aus Salzburg besiegen, möchte man noch die minimale Chance auf das Meisterplayoff bewahren.

Es bleibt abzuwarten, wer mehr Risiko nimmt.

 

Personalsituation:

Bei Inter Mailand kehren die im Hinspiel gesperrten Milan Skriniar und Marcelo Brozovic in den Matchkader zurück. Auf Starstürmer Mauro Icardi wird weiter verzichtet.

Die Hütteldorfer müssen auf Veton Berisha verzichten, der sich im Hinspiel seine dritte Gelbe Karte abgeholt hat. Ansonsten fehlen Aliou Badji und der verletzte Tamás Szántó.

 

Rapidstimmen vor dem Spiel:

Didi Kühbauer:

„Wir wollen die Restchance nutzen und müssen mutiger sein, als im ersten Spiel in der ersten Halbzeit. Inter wird die bessere Mannschaft sein, aber wir wissen schon, dass wir von Beginn an präsenter sein müssen. Wir müssen eine kontrollierte Offensive haben. Wir dürfen nicht nur offensiv denken. Es wird sehr wichtig sein, wiederum kompakt zu stehen. Wenn wir ein Tor bekommen, wird es noch schwieriger, weil sie in der Defensive große Qualität haben, aber auch offensiv sehr gut sind. Das ist eine echt gute Mannschaft.“

Richard Strebinger:

„Das letzte Spiel gegen Hartberg war sehr erfolgreich. Wir haben offensiv sehr viel umgesetzt. Defensiv waren wir nach dem 3:0 und 4:1 zu schlampig und haben es etwas lockerer angehen wollen. Ich denke trotzdem, dass es nicht unmöglich ist, dass wir am Donnerstag die Überraschung schaffen. Mental sehe ich sogar einen kleinen Vorteil, weil wir hinfahren und wissen, dass wir als Mannschaft etwas machen müssen und ein 0:0 nicht reicht. Deswegen fahren wir mit einer anderen Einstellung hin. Dort zu spielen ist natürlich etwas Besonderes. Wir haben im Hinspiel gesehen, dass die Spieler eine hohe individuelle Klasse haben. Wir können das aber als Team auffangen. Das haben wir schon letzten Donnerstag gezeigt, wo Inter Mailand nicht zu so viel Chancen gekommen ist. Wir müssen als Mannschaft gemeinsam verteidigen und als Mannschaft gemeinsam angreifen, wie wir es in der zweiten Halbzeit gemacht haben, wo wir nicht so überhastet gespielt haben. Auch sie sind schlagbar.“

 

Ausblick:

5.000 Rapidfans haben die Reise auf sich genommen und wollen die Mannschaft zur Sensation peitschen. Gut möglich, dass im Giuseppe-Meazza-Stadion ausschließlich die Rapidfans zu hören sein werden.

Die Sensation ist möglich. Auch gegen diese Weltklassemannschaft. Das Trainerteam wird die Mannschaft perfekt vorbereiten und einstellen. Trotzdem bleibt Inter Mailand haushoher Favorit. Und hat die höhere individuelle Qualität. Wenn die Wiener reüssieren wollen, müssen sie als Mannschaft noch besser als der Gegner funktionieren und jeder einzelne Spieler bis an und über seine Leistungsgrenzen hinaus gehen.

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