Heimsieg: Rapid Wien gelingt der Start in das Jahr 2021

Rapid Wien Sieg Bundesliga

Von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag Tabellenführer, letztendlich ist dem SK Rapid Wien der Sprung vom vierten auf den zweiten Tabellenplatz gelungen. Der Start in das Jahr 2021 ist mit einem, dem Ergebnis nach klaren, 4:1 Sieg gegen Sturm Graz geglückt, aber vor allem in der ersten Halbzeit hätte das Spiel auch einen anderen Verlauf nehmen können. GRÜN AUF WEISS – der Rapid Blog freut sich über den erfolgreichen Start in das Jahr 2021.
 

Didi Kühbauer stellt um

Der Rapid Trainer nahm gegenüber dem 1:0 Sieg in der Südstadt am letzten Spieltag vor der Winterpause drei Umstellungen vor. Taxi Fountas fehlte nach seinem Lamaauftritt in einem Testspiel gegen Admira Wacker gesperrt, Lion Schuster schaffte es nicht in den Matchkader. Die größte Überraschung gab es auf der Torwartposition – Richard Strebinger kehrte als Einsergoalie zurück und verdrängte Paul Gartler auf die Ersatzbank. Die beiden übrigen vakanten Posten auf dem Spielfeld nahmen der genesene Kapitän Dejan Ljubicic und – nach seiner abgesessenen Rotsperre – Filip Stojkovic ein. Thorsten Schick rückte von der Position als rechter Außenverteidiger in das Mittelfeld vor.
 

1. Halbzeit: Sturm stürmt, Rapid trifft

Für die Grazer war es im Jahr 2021 bereits der zweite Auftritt. Im Nachholspiel beim WAC wurde trotz numerischer Unterlegenheit eine Nullnummer geholt – zu wenig allerdings, um die Salzburger von der Tabellenspitze zu stoßen. Doch gerade zu Beginn des Spiels war zu bemerken, dass die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer bereits ein Pflichtspiel in den Beinen hatte. Gleich in den ersten drei Minuten tauchten die Steirer gefährlich im Hütteldorfer Strafraum auf.
 

Durch eine Standardsituation sollte das erste Ausrufezeichen im Spitzenspiel gesetzt werden. Und nein, es waren nicht die Rapidler, die schon wieder einen Gegentreffer aus einem ruhenden Ball hinnehmen mussten, sondern Ercan Kara war es in der siebenten Minute vorbehalten, eine perfekte Eckballflanke von Marcel Ritzmaier volley im Gehäuse von Jörg Siebenhandl unterzubringen. Wer sich nun mehr Sicherheit im Aufbauspiel gegen die stark pressenden Grazer erhofft hatte, wurde enttäuscht. Die Gäste spielten weiter munter nach vorne, scheiterten allerdings entweder am starken Richard Strebinger oder am eigenen Unvermögen (Otar Kiteishvili).
 

Und dennoch kamen die Steirer nach 31 Minuten zum – billigen – Ausgleich. Einen schweren Patzer von Maximilian Hofmann nützte Jakob Jantscher auf Raten zum Ausgleich. Die Gäste blieben gefährlich – doch Rapid Wien mit der neuerlichen Führung. Zwei Minuten vor der Pause ein weiter Abschlag von Richard Strebinger, Ercan Kara gewann das Kopfballduell gegen drei Gegner, Christoph Knasmüllner verarbeitete den Ball auf die rechte Seite und Kapitän Dejan Ljubicic setzte Thorsten Schick perfekt ein – der 30-Jährige verwertete ebenfalls volley zum 2:1.
 

2. Halbzeit: Rapid Wien macht den Sack zu

Auch nach dem Pausentee nützt der Rekordmeister eine Standardsituation zur Vorentscheidung. Im ersten Versuch scheiterte Mateo Barac nach einem Eckball per Kopf noch an Torwart Jörg Siebenhandl, die Hereingabe des Innenverteidigers bugsierte Christoph Knasmüllner mit einer Mischung aus Ferse und Gesäß über die Torlinie – 3:1.
 

Während vor dem Seitenwechsel die Gäste über große Strecken die tonangebende Mannschaft waren, nahmen nun die Hütteldorfer das Heft in die Hand und ließen Ball und Gegner laufen. Die endgültige Entscheidung fiel in Minute 71 – der erst kurz zuvor eingewechselte Bekim Balaj ließ sich zu einer unnötigen Attacke hinreißen, die von Schiedsrichter Dieter Muckenhammer als Tätlichkeit gewertet wurde – hart, aber regelkonform. Zwei Minuten vor dem Ende des Spiels setzte Rapid Wien den Schlusspunkt zum 4:1. Thorsten Schick eroberte nach einem Schnitzer des Gästetorwarts den Ball, seinen Pass versenkte Wechselspieler Yusuf Demir im Kreuzeck.
 

Fazit und Ausblick

In den ersten 45 Minuten waren die Gäste aus der Steiermark das bessere Team, getroffen haben jedoch die Wiener zu einer schmeichelhaften 2:1 Führung. Dabei konnten sich zwei Rapidler besonders hervortun. Einerseits Rückkehrer Richard Strebinger, der hinten nichts anbrennen ließ und eine starke Vorstellung ablieferte. Andererseits Stürmer Ercan Kara, der nicht nur seinen siebenten Treffer in der laufenden Meisterschaft feiern durfte, sondern sich auch vor dem zweiten Tor entscheidend durchsetzen konnte.
 

War in den ersten 45 Minuten noch viel Leerlauf erkennbar, zeigten die Rapidler nach dem Seitenwechsel eine souveräne Leistung und nahmen das Momentum des schnellen 3:1 mit, um verdient drei Punkte einzufahren. Dass zudem die Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen nicht nur ausgemerzt, sondern mit zwei eigenen Treffern zu einem Vorteil genützt werden konnte, erfreut und lässt für die Zukunft hoffen.
 

Die am Dienstag, 26. Januar 2021 um 20:30 Uhr mit einem Heimspiel gegen SKN St. Pölten beginnt. Ein Duell, wo der Rekordmeister aufpassen muss, konnte doch in den jüngsten fünf Begegnungen die Heimmannschaft nie gewinnen. Nach zwei Pleiten im Weststadion warten die Grün-Weißen nun bereits schon seit April 2018 auf einen Heimsieg gegen die Niederösterreicher. Der Tabellenführer aus Salzburg ist erst einen Tag später im Einsatz – somit sollte zumindest temporär der erste Platz wieder erobert werden. Die eigenen Hausaufgaben machen und dann entspannt auf die Konkurrenz blicken.