Glasgow Rangers im großen Check

Glasgow Rangers im Check

11 spannende Infos über den schottischen Kultclub:

 

Zuschauer Weltrekord:

In der 4. Liga absolvierten die Rangers in der Saison 2013/2014 ihr erstes Saison Heimspiel gegen den FC East Stirlingshire vor der Weltrekord Kulisse von 49.118 Zuschauern für ein Spiel einer vierten Fußballliga. Diesen Rekord verbesserten sie im Glasgower Derby gegen den FC Queen’s Park am 20. Oktober 2012 auf 49.463 und ein weiteres Mal im Dezember desselben Jahres gegen Stirling Albion, als 49.913 Zuschauer das Spiel besuchten. Die Mannschaft stieg mit dem Gewinn der Meisterschaft direkt in die neu gegründete Scottish League One, die dritthöchste Klasse, auf.

 

Geburtsstunde 1872/1873:

Als die Brüder Peter und Moses McNeil sowie William McBeath und Peter Campbell im heimischen Park Glasgow Green in Flesher’s Haugh einer Gruppe junger Männer beim Fußballspielen zusahen, entschieden sich die jungen protestantischen Studenten zur Gründung einer eigenen Mannschaft. Die erste Partie dieses Teams fand unter dem Namen „Argyle“ im Mai 1872 in Flesher’s Haugh gegen den Callander Football Club statt und endete mit einem torlosen 0:0. Moses McNeil schlug während der offiziellen Gründung am 15. Juli 1873 den Namen „Rangers“ vor, da er diesen zuvor in einem Buch über den englischen Rugbysport entdeckt hatte. Das zweite Spiel hatte zuvor gegen ein Team mit dem Namen Clyde – nicht identisch mit dem heutigen FC Clyde – stattgefunden, das deutlich mit 11:0 besiegt werden konnte.

In der Folgezeit entwickelte der Klub festere Strukturen eines geregelten Fußballvereins und im Jahre 1876 wurde mit Moses McNeil erstmals ein Rangers-Akteur zu einem Spiel der schottischen Nationalmannschaft berufen, die gegen Wales antrat. Als in den 1870er-Jahren zunächst der bereits 1867 gegründete FC Queen’s Park eine dominierende Rolle spielte, fand das heute als „Old Firm“ bekannte Duell gegen Celtic Glasgow seine Geburtsstunde im Jahr 1888 – es endete als Freundschaftsspiel mit einem 5:2-Sieg für Celtic. Zwei Jahre später nahm die schottische Liga ihren Spielbetrieb auf und bereits in ihrer ersten Spielzeit verbuchten die Rangers einen Erfolg. Punktgleich mit dem FC Dumbarton belegte der Verein den ersten Platz und nach dem 2:2 in einem Entscheidungsspiel wurde der Titel zwischen den beiden Klubs geteilt.

Nachdem die Rangers in den Jahren 1877 und 1879 noch jeweils gegen den FC Vale of Leven im Endspiel des schottischen Pokals unterlegen gewesen waren, gewann die Mannschaft im Jahre 1894 erstmals den „Scottish Cup“ durch einen 3:1-Finalsieg gegen Celtic. Im Jahr 1887 war der Verein kurz vor dem Gewinn des englischen FA Cups gestanden, als erst im Halbfinale Aston Villa Endstation für die Rangers gewesen war.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts gewannen die Rangers noch zwei schottische Pokalausgaben in den Jahren 1897 und 1898. Die Meisterschaft in der Saison 1898/99 wurde schließlich überlegen errungen, als die Rangers alle 18 Ligaspiele gewinnen konnten. Ebenfalls im Jahr 1899 wurde aus dem Verein eine Aktiengesellschaft, die William Wilton offiziell als ersten Mannschaftstrainer anstellte. Es formierte sich zudem der erste Vorstand mit dem ersten Vorsitzenden James Henderson, womit der Klub die Weichen zu einem der erfolgreichsten schottischen Vereine stellte.

 

Derby:

Das Old Firm ist das am häufigsten ausgetragene Derby Europas und gilt als eines der ältesten der Welt. Von den bisherigen 414 Begegnungen gewannen die Rangers 159, Celtic fuhr 156 Siege ein, 99 Spiele endeten unentschieden.

Der Begriff Old Firm leitet sich weniger von der strengen Rivalität her, sondern entstammt der Tatsache, dass diese beiden Vereine den Fußball in Schottland nicht nur sportlich, sondern vor allem finanziell dominieren. Beide Clubs haben zusammen mehr Anhänger als alle anderen Vereine Schottlands: sogar in den nächstgrößeren Städten Edinburgh und Dundee finden sich mehr Fans der beiden Glasgower Mannschaften als der einheimischen Teams.

Da die Einnahmen aus Fernsehverträgen in England um ein Vielfaches höher sind als dies in Schottland der Fall ist, haben in der Vergangenheit beide Vereine versucht, die schottischen Ligen zu verlassen und in das englische Ligasystem zu gelangen. Dies ist in Großbritannien jedoch nur möglich, wenn die beteiligten Landesverbände, in diesem Fall die Scottish FA und die FA, sowie die UEFA zustimmen. Dies ist bisher nicht geschehen und auch in näherer Zukunft nicht vorgesehen, da der schottische Verband seine größten Zugpferde verlieren und die heimische Liga erheblich an Attraktivität einbüßen würde.

2011 erließ das schottische Parlament ein Gesetz, welches das Singen von sektiererischen oder beleidigenden Liedern verbietet. Fans beider Lager wurde ab dem 1. März 2011 verboten, Gesänge oder Lieder dieser Art öffentlich wiederzugeben. Die neue Regelung soll dem gegenseitigen Hass der rivalisierenden Fans entgegenwirken.

Aufgrund des Zwangsabstiegs der Rangers in die vierthöchste schottische Liga zur Saison 2012/2013 kam es fast drei Jahre lang zu keinem Derby. Erst im Halbfinale des Scottish League Cup am 1. Februar 2015 kam es zum erneuten Aufeinandertreffen, dem insgesamt Vierhundertsten, das Celtic mit 2:0 gewann. Die erste Ligabegegnung der beiden Mannschaften nach dem Wiederaufstieg der Rangers gewann Celtic am 10. September 2016 deutlich mit 5:1.

 

Sportliche Erfolge:

Europapokal der Pokalsieger: 1
1972

Finalist Europapokal der Pokalsieger: 2
1961, 1967

Finalist UEFA-Pokal: 1
2008

Schottische Meisterschaft: 54 (Rekord)
1891, 1899, 1900, 1901, 1902, 1911, 1912, 1913, 1918, 1920, 1921, 1923, 1924, 1925, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1933, 1934, 1935, 1937, 1939, 1947, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957, 1959, 1961, 1963, 1964, 1975, 1976, 1978, 1987, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1999, 2000, 2003, 2005, 2009, 2010, 2011

Scottish FA Cup: 33
1894, 1897, 1898, 1903, 1928, 1930, 1932, 1934, 1935, 1936, 1948, 1949, 1950, 1953, 1960, 1962, 1963, 1964, 1966, 1973, 1976, 1978, 1979, 1981, 1992, 1993, 1996, 1999, 2000, 2002, 2003, 2008, 2009

Scottish League Cup: 27 (Rekord)
1947, 1949, 1961, 1962, 1964, 1965, 1971, 1976, 1978, 1979, 1982, 1984, 1985, 1987, 1988, 1989, 1991, 1993, 1994, 1997, 1999, 2002, 2003, 2005, 2008, 2010, 2011

Glasgow International Exhibition Cup: 1
1901

Scottish War Emergency Cup: 1
1940

Drybrough Cup: 1
1979

 

Fußballkatastrophe:

Am 2. Januar 1971 kam es zum zweiten Ibrox disaster. Während des Old-Firm-Derbys zwischen den Glasgow Rangers und Celtic Glasgow starben 66 Fußballfans. Das Unglück geschah, als beim Stand von 0:1 tausende Rangers-Anhänger das Stadion verließen und eine Absperrung wegbrach. In der 89. Spielminute hatte Jimmy Johnstone für Celtic getroffen, und so glaubte kaum ein Fan mehr, dass sich die Gäste den Sieg würden noch nehmen lassen. Als doch noch der Ausgleich fiel, kehrten laut Augenzeugenberichten hunderte Fans um, was zum Unglück führte. Dies wurde jedoch von zahlreichen anderen Augenzeugen zurückgewiesen, welche aussagten, dass alle Zuschauer in dieselbe Richtung gingen. Nachdem einige Fans drängten, kam es dann zur Massenpanik, in deren Folge zahlreiche Besucher niedergetrampelt wurden.

 

Europapokalsieg und Europacupsperre:

Mit der Verpflichtung des ehemaligen Außenläufers Willie Waddell im Jahre 1969 als neuem sportlichen Leiter kehrte sukzessive der Erfolg zurück. Etwas über ein Jahr später führte der als „Schleifer“ bekannte Waddell sein Team zum ersten – und bis heute einzigen – Sieg in einem europäischen Vereinswettbewerb, als das Finale im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Moskau im Camp Nou nach zwei Toren von Willie Johnston und einem weiteren Treffer von Colin Stein mit 3:2 gewonnen werden konnte.

Dabei musste das Spiel nach einer Platzstürmung der Anhänger vorzeitig abgebrochen werden und die Rangers-Spieler erhielten die Trophäe erst in ihrer Umkleidekabine. Später erhielt der Verein aufgrund der Vorkommnisse während der Partie auf den Rängen und nach schweren Fan-Ausschreitungen im Umfeld des Spiels eine zweijährige Sperre für den gesamten Europapokal, die anschließend auf ein Jahr reduziert wurde – eine Titelverteidigung war daher für die Rangers nicht möglich. Waddell räumte nach dem Triumph seinen Trainerstuhl und bekleidete fortan im Verein das Amt eines Generalmanagers. Sein vormaliger Kotrainer Jock Wallace übernahm die sportliche Leitung.

 

“Nine in a row” 1991 – 1998:

Nach dem Weggang von Souness gelang Smith im Jahr 1991 nach einem spannenden Sieg am letzten Spieltag gegen den Konkurrenten aus Aberdeen seine erste Meisterschaft mit den Rangers als Cheftrainer. Mit der Hilfe von David Murray, der die finanziellen Voraussetzungen schaffte, verpflichtete Smith weitere hochdekorierte Spieler und steuerte in der Saison 1992/93 auf eine der besten Spielzeiten in der Vereinsgeschichte zu. Nicht nur der erneute Gewinn des heimischen Triples stand am Ende auf der Habenseite; darüber hinaus stand der Klub kurz vor dem Einzug ins Endspiel der erstmals ausgetragenen Champions League. Dabei hatten die Rangers vor der Gruppenphase in einem britischen Duell zunächst Leeds United ausgeschaltet. Obwohl der Klub auch in den anschließenden sechs Partien ungeschlagen blieb, sorgten vier Unentschieden dafür, dass am Ende nur der zweite Platz hinter dem späteren Titelträger Olympique Marseille herauskam – der später wiederum aufgrund nachgewiesener Bestechungsfälle in der französischen Liga für die Folgesaison in der Champions League gesperrt wurde.

Auch in der Spielzeit 1993/94 konnten die Rangers gleich zwei der drei heimischen Wettbewerbe gewinnen und verpassten ein erneutes Triple nur durch die Endspielniederlage im schottischen FA Cup gegen Dundee United. Mit Hilfe der hochkarätigen Neuverpflichtungen Brian Laudrup und Paul Gascoigne folgten zwei weitere Meisterschaften und mit dem Ligatitel in der Saison 1996/97 egalisierten die Rangers den Rekord von Celtic aus den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren mit neun Meisterschaften in Serie. Die Spielzeit 1997/98 war die letzte in der Amtszeit von Walter Smith, dem der zehnte Titel nicht gelang und der dann in die englische Premier League zum FC Everton wechselte. Daneben verließen auch eine Reihe von Spielern den Verein, darunter Brian Laudrup, Richard Gough und Ally McCoist. Der zuletzt genannte McCoist war an allen neun Meistertiteln maßgeblich beteiligt und hatte sich damit zu einem der beliebtesten Spieler in der Vereinsgeschichte („Super Ally“) entwickelt.

 

Dick Advocaat bei den Rangers 1998–2001:

Der als „kleine General“ bezeichnete Dick Advocaat folgte zu Beginn der Saison 1998/99 Walter Smith nach. Der ehemalige Trainer von PSV Eindhoven war damit der erst zehnte Cheftrainer der Rangers und der erste Nicht-Schotte. Mit dieser Personalie unterstrich David Murray seine Ambitionen, die Rangers in die europäische Elite vordringen zu lassen und eine entscheidendere Rolle in der finanziell immer lukrativer werdenden Champions League spielen zu können. Zu diesem Zweck gewährte Murray seinem neuen Trainer finanzielle Mittel, die zuvor noch keinem seiner Vorgänger zur Verfügung gestanden hatten und die den Klub – wie sich später aufgrund ausbleibenden Erfolgs herausstellen sollte – wirtschaftlich zurückwerfen sollten.

Mit einem bis dato beispiellosen Budget investierte Advocaat bereits in seiner ersten Saison über 36 Millionen Pfund in neue Spieler, wobei sich zwar die niederländischen Nationalspieler Arthur Numan und Giovanni van Bronckhorst auf Anhieb gut in die Mannschaft integrierten, aber andere Verpflichtungen – darunter beispielsweise die von Andrei Kantschelskis – die Erwartungen nicht erfüllten. In den heimischen Wettbewerben änderte dies zunächst nichts an der Vormachtstellung des Vereins und Advocaat gewann mit den Rangers alle drei schottische Titel in seiner ersten Saison. In Sachen Spielkultur schien die Mannschaft ebenfalls Fortschritte gemacht zu haben, die sich auch auf die europäische Ebene auszuwirken begannen – im UEFA-Pokal schalteten die Rangers dabei Bayer 04 Leverkusen aus, bevor sie dann im Achtelfinale dem AC Parma unterlegen waren. Gegen denselben Gegner setzte sich die Mannschaft in der Qualifikation zur Champions-League-Hauptrunde in der Saison 1999/2000 durch.

Vor Beginn seiner dritten Spielzeit hatte Advocaat bereits fünf von sechs möglichen schottischen Titeln gewonnen. Doch obwohl der Klub mittlerweile in der Champions-League-Gruppenphase agierte, ließen die Leistungen in der heimischen Meisterschaft schnell deutlich nach. Weitere teure Transfers folgten, darunter für die vereinsinterne Rekordablösesumme von zwölf Millionen Pfund der Norweger Tore André Flo und der niederländische Nationalspieler Ronald de Boer, die jedoch den Negativtrend nicht umkehren konnten. Innerhalb der Mannschaft vergrößerten sich die Unstimmigkeiten und die beginnenden finanziellen Schwierigkeiten verschlimmerten die sportliche Lage weiter. Nach einer titellosen Saison 2000/01 begann auch die anschließende Spielzeit 2001/02 unverändert und Celtic führte unter Martin O’Neill die Meisterschaftsrunde überlegen an. Advocaat trat schließlich als Trainer zurück und übernahm die Funktion eines Generalmanagers, die er jedoch auch nur noch elf Monate lang ausüben sollte. Neuer Cheftrainer wurde im Dezember 2001 Alex McLeish.

In der Retrospektive war Advocaats Amtszeit ambivalent. Seine führende Rolle bei dem Bau des 14 Millionen Pfund teuren Trainingskomplexes Murray Park in Auchenhowie wurde als richtungweisend für die professionelle Ausbildung eigener Spieler angesehen, die Maßstäben eines europäischen Spitzenvereins gerecht wurde. Die Personal- und Transferpolitik Advocaats war jedoch Angriffsfläche für weitgehende Kritik, zumal von ihm aufgrund der hohen finanziellen Mittel der Durchbruch in die europäische Elite verlangt wurde. Als der Klub in die wirtschaftliche Schieflage geriet, konnte die sportliche Trendwende nicht mehr realistisch durch weitere Spielerverpflichtungen bewerkstelligt werden. Die Aufgabe für den Nachfolger Alex McLeish zur Rückkehr an die Spitze des schottischen Fußballs erschien aufgrund dieser Voraussetzungen bereits ambitioniert.

 

Insolvenz:

Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten – insbesondere eines Rechtsstreits mit dem britischen Fiskus – beantragte der Club am 13. Februar 2012 vor dem zuständigen Gericht in Edinburgh die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Grund dafür waren ausstehende Steuerzahlungen (VAT und PAYE) in Höhe von 9 Mio. Pfund. Die von der Betreibergesellschaft des Vereins (The Rangers Football Club plc) respektive dem damaligen Besitzer Craig Whyte beauftragten Insolvenzverwalter Duff and Phelps begannen daraufhin ein Insolvenzverfahren. Die Gläubiger konnten sich nicht auf eine annehmbare Lösung einigen und daher wurde nach Übertragung aller Rechte und des Besitzes des Clubs die 1899 gegründete Betreiberfirma „Rangers Football Club plc“ vom Verein gelöst; diese wird im Anschluss an das Insolvenzverfahren zu gegebenem Zeitpunkt aufgelöst. Unter dem Investorenkonsortium von Charles Green, an das im Rahmen des Insolvenzverfahrens die Rechte und Anteile der Clubs übertragen wurden, bemühte sich der Verein, zur Saison 2012/13 für die neue Betreibergesellschaft – zunächst unter dem Namen „Sevco Scotland Limited“ firmierend, dann als „The Rangers Football Club Limited“ eingetragen – eine Lizenz im schottischen Profispielbetrieb zu erlangen. Wie die Vereinsführung als auch die Insolvenzverwalter klargestellt hatten, war der Verein an sich und seine Geschichte nicht vom Wechsel der Betreibergesellschaft betroffen, auch wenn die Medien nicht immer klar zwischen Verein und (insolventer) Betreibergesellschaft trennten. Nachdem die Clubs der Scottish Premier League Anfang Juli 2012 für einen Ausschluss der Rangers aus dieser Liga gestimmt hatten, entschied die Scottish Football League am 13. Juli nach einer mehrstündigen Sitzung, die Rangers gemäß ihren Statuten in die Scottish Football League Third Division einzugliedern und damit in die vierthöchste schottische Liga aufzunehmen. Somit spielten die Rangers in der Saison 2012/13 in der 4. Liga.

In der Saison 2014/2015 erreichten die Rangers den dritten Platz und qualifizierten sich somit für die Relegationsspiele um einen Platz für die folgende Scottish Premiership-Saison. Nach zwei Siegen gegen Queen of the South und Hibernian Edinburgh, mussten sich die Rangers in der dritten und letzten Runde gegen den FC Motherwell nach Hin- und Rückspiel mit 1:6 geschlagen geben und verpassten somit den Aufstieg. Der Aufstieg gelang in der folgenden Saison 2015/16.

 

Rivalitäten & Fanfreundschaften:

Die mit Abstand intensivste Rivalität pflegen die Rangers mit dem Stadtrivalen Celtic. Diese Derbykonstellation ist als „Old Firm“ bekannt. Die Anhänger der Rangers entstammen zumeist protestantischen Unionistenfamilien und die Mannschaft tritt in der Regel in Anlehnung an die Farben des Union Jacks in blauen Trikots, weißen Hosen und rot-schwarzen Socken an.

Der Ursprung dieser über die sportlichen Grenzen hinausgehenden Konkurrenz mit Celtic liegt in einer großen Einwanderungswelle, die sich zum Ende des 19. Jahrhunderts aus Irland in Richtung des wirtschaftlich prosperierenden Glasgow entwickelte. Schnell grenzten sich sowohl die Rangers als auch das 1888 gegründete Celtic, der Verein der katholischen Iren, innerhalb ihrer Communitys weitgehend ab, wobei sich bei den Rangers sogar ein „ungeschriebenes Gesetz“ festigte, das katholische Spieler in den eigenen Reihen größtenteils verhinderte. Die Gründe für diese Abschottung waren neben der religiösen Komponente vor allem darin zu suchen, dass große Teile der britisch geprägten Oberschicht Glasgows die „Celts“ und deren Bekenntnis zu ihrer irischen Herkunft als Provokation empfanden. Die Abneigung hatte aber auch wirtschaftliche Gründe, da sich viele der zur Mittelschicht zählenden „Einheimischen“ durch den massiven Zuzug der Einwanderer zunehmend von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg bedroht fühlten. Erst Graeme Souness stellte sich rund 100 Jahre später offen dagegen und beendete mit der Verpflichtung des ehemaligen Celtic-Spielers Mo Johnston die als Diskriminierung verstandene Personalpolitik, keinen Spieler aus den Reihen der Katholiken zu verpflichten. Obwohl bereits zuvor eine geringe Anzahl von Katholiken für die Rangers gespielt hatte, war Johnston die erste Verpflichtung eines sich offen als Katholik bekennenden Spielers seit dem Ersten Weltkrieg.

In der jüngsten Vergangenheit haben sowohl die Rangers als auch Celtic gemeinsam mit religiösen Organisationen sowie der schottischen Regierung Initiativen gegen religiös motivierte Gewalt unternommen, vor allem durch die Unterstützung der 1995 ins Leben gerufenen Benefizorganisation Nil by Mouth.An der Seite der Kirchen, des schottischen Parlaments, Schulen und Gemeindeorganisationen haben beide Klubs Anstrengungen unternommen, religiös motivierte Schmähgesänge und das Verbrennen gegnerischer Flaggen zu unterbinden, sowie durch eine größere Überwachungsdichte „Problemfans“ zu entdecken und auszuschließen.

Es existieren Fanfreundschaften mit dem Hamburger SV, dem FC Chelsea und dem FC Linfield.Diese Vereine sind zusammen mit den Rangers aufgrund der identischen Vereinsfarben in Fankreisen auch als die „Blues Brothers“ bekannt.

 

Das Stadion:

Baubeginn: 1899, Renovierungen: 1929, 1973 Plätze: 50.947

Das Ibrox Stadium (bis 1997 Ibrox Park) ist ein Fußballstadion in Glasgow, Schottland. Das Heimstadion der Glasgow Rangers, das in die UEFA-Stadionkategorie 4 eingestuft wurde, fasst 50.947 Zuschauer. Damit ist das Ibrox Stadium das zweitgrößte Fußballstadion Schottlands.Benannt ist das Stadion nach dem Glasgower Stadtteil Ibrox, in dem es sich befindet.

Der Ibrox Park hatte beim ersten Spiel der Rangers auf diesem Sportplatz am 20. April 1887 15.000 Plätze. Nach dem Umzug an die heutige Stelle im Jahr 1899 und einer Investition von 200.000 Pfund hatte man dort zunächst Platz für 75.000 Zuschauer. Als 26 Menschen im Jahr 1902 bei einer Tragödie starben, senkte man die Zuschauerzahl auf 25.000. Danach wurde nach einem Plan von Archibald Leitch der Ibrox Park in ein ovales Stadion für 63.000 Besucher umgewandelt und nach dem Ersten Weltkrieg auf ein Fassungsvermögen von 80.000 erhöht. Zu dieser Zeit waren aber nicht selten 120.000 Menschen im Stadion und dies führte zu weiteren Unglücken in den Jahren 1961 und 1971, bei denen 66 Menschen (Ibrox-Katastrophe) starben und 145 verletzt wurden. Aufgrund dessen wurde die Zuschauerzahl auf 65.000 verringert.

Nach 1971 wurde die Renovierung des gesamten Stadions beschlossen, und man bekam 1981 die besten Masterpläne Großbritanniens. Aus der ovalen Form wurde der typisch britische viereckige Bau, was zehn Millionen britische Pfund kostete. In den nächsten zehn Jahren wurden 53 Millionen in die Modernisierung gesteckt, wodurch die Gesamtzuschauerzahl von 50.467 zustande kam. Der Name des Stadions lautet seit 1997 nicht mehr Ibrox Park, sondern Ibrox Stadium.

Der Besucherrekord stammt vom Januar 1939, als die Rangers in einem Ligaspiel auf Celtic Glasgow trafen und 118.567 Zuschauer in das Stadion kamen.

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