Cup-Achtelfinale: WAC vs. Rapid Wien – die Spielvorschau

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Rapid Wien gastiert im Cup-Achtelfinale beim WAC! Wird Didi Kühbauer rotieren? Wie schlägt sich der WAC in dieser Saison? Was sagt uns die Statistik?

 

Ausgangssituation:

Zwei Debakel musste der Rapid Wien in Hartberg und Villarreal hinnehmen. Daheim gegen Admira Wacker konnte der Super-GAU abgewendet und drei wichtige Punkte geholt werden. Das bedeutet in der Tabelle Platz sieben, fast gleich mit Aufsteiger TSV Hartberg. Auf die viertplatzierten Wolfsberger fehlen allerdings bloß drei Punkte und der fünftplatzierte Stadtrivale befindet sich auch nicht gerade in einer Überform.

Der Cup ist wohl die einzige realistische Chance auf einen Titel für den Rekordmeister. Im Achtelfinale wartet mit dem Wolfsberger AC jedoch eine heikle Aufgabe.

 

Rotiert Didi Kühbauer?

Gleich an 5 Position hat Didi Kühbauer nach dem blamablen Auftritt in Villarreal eine Änderung vorgenommen. Sechser Manuel Martic hat gegen Admira Wacker zumindest erahnen lassen, weshalb ihn Sportdirektor Fredy Bickel nach Hütteldorf geholt hat. Allerdings haben die Südstädter auch auf jegliches Pressing verzichtet.

Tor: In Kufstein durfte Ersatztorhüter Tobias Knoflach seinen Kasten sauber halten, in Mattersburg war dann wieder Richard Strebinger gesetzt. Eingedenk der Wichtigkeit dieses Spiels wird wohl wieder unser Stammtorhüter zum Einsatz kommen.

Innenverteidigung: Maximilian Hofmann ist verletzt, Mateao Barac hat in Spanien einen Horrorauftritt hingelegt und Mert Müldür war in der neu formierten Dreierkette auch komplett überfordert. Christopher Dibon braucht nach seiner langen Verletzungspause Spielpraxis und Routinier Mario Sonnleitner hat mit seinem Doppelpack gegen Admira Wacker neues Selbstvertrauen getankt.

Außenverteidigung: Stephan Auer ist noch nicht fit und Manuel Thurnwald ist auch noch angeschlagen. Ob Trainer Didi Kühbauer das Experiment mit Mert Müldür weiter forcieren möchte, darf zumindest bezweifelt werden. Somit sollten der zuletzt schwächelnde Marvin Potzmann und der in seiner Entwicklung stagnierende Belgier Boli Bolingoli gesetzt sein.

Zentrales Mittelfeld: Dejan Ljubicic hat sich mit seinen zuletzt gezeigten Leistungen auch nicht unbedingt einen Gefallen getan – von seiner Vorjahresform ist er meilenweit entfernt. Stefan Schwab kämpft mit sich, seiner Form und der Bürde der Kapitänsschleife, Philipp Malicsek scheint aber keine Alternative zu sein. Der Kroate Ivan Mocicinic wird über Rapid II langsam an die Profis herangeführt. Christoph Knasmüllner ist in Villarreal dem Systemwechsel zum Opfer gefallen, im Heimspiel gegen Admira Wacker wusste er jedoch als Vorbereiter zu gefallen. Beide Treffer sind aus von ihm getretenen Eckbällen entstanden. Tamás Szántó wird den Rapidlern noch länger fehlen.

Flügel: Andrei Ivan und Thomas Murg suchen nach ihrer Form und können definitiv mehr. Da Veton Berisha angeschlagen ist, Philipp Schobesberger vermutlich erst nach der Länderspielpause eine Option ist und Aleksandar Kostic auch unter Didi Kühbauer stagniert, wird es wohl keine großen Überraschungen geben.

Sturm: Andrija Pavlovic konnte zumindest seine erste Torvorlage verbuchen, auf den ersten Treffer müssen wir uns weiter gedulden. Deni Alar wartet nun schon seit dem 02. September auf einen erfolgreichen Torabschluss und wirkt immer verunsicherter. Und verliert sehr viele Zweikämpfe. Jérémy Guillemenot durfte sich zwar zuletzt über einen Kurzeinsatz freuen, ein Einsatz in der Startelf wäre jedoch sehr überraschend.

 

Der WAC 2018/19:

Mit Trainer Christian Ilzer spielt der WAC eine sehr interessante Saison. Im Cup gab es zwei Siege gegen Union Gurten und Austria Klagenfurt. In der Meisterschaft rangieren die Kärntner auf Platz 4 und haben drei Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister. 5 Siege, 3 Remis und 4 Niederlagen konnten bislang erreicht werden.

In der Meisterschaft gab es in der Lavanttal-Arena Siege gegen Austria Wien, Wacker Innsbruck und zuletzt SKN St. Pölten. Gegen Sturm Graz wurde remisiert, Niederlagen mussten gegen RB Salzburg und TSV Hartberg eingesteckt werden. Auswärts wurde der SV Mattersburg vom Platz gefegt, auch aus Altach wurden 3 Punkte mitgenommen. Mit einem Tannenbaum (siehe Matchanalyse Rapid Wien gg WAC) konnte im Weststadion ein Punkt geholt werden, ebenso in der Südstadt. Geschlagen geben mussten sich die Lavanttaler in St. Pölten und beim LASK.

 

Bilanz gegen Rapid:

26 Spiele wurden zwischen den beiden Teams ausgetragen und die Bilanz ist sehr ausgeglichen. 9 Siege für Rapid, 8 Unentschieden und 9 Siege für den WAC. Das Torverhältnis spricht mit 46:29 eindeutig für den Rekordmeister. 13 Spiele wurden in Kärnten ausgetragen, die Bilanz für Rapid ist mit einem Sieg, sechs Unentschieden und sechs Niederlagen desaströs. Im Cup gab es ein Aufeinandertreffen im Viertelfinale 2015. Manuel Kerhe und Christopher Wernitznig brachten die Gastgeber mit 2:0 in Führung, der Anschlusstreffer von Philipp Schobesberger kam zu spät.

 

Meine Einschätzung:

Daheim ist die Bilanz von Didi Kühbauer mit 2 Siegen aus 2 Spielen tadellos, auswärts gab es dafür in 3 Versuchen ebensoviele Niederlagen. Noch dazu sehr deutliche. Möchte Rapid eine weitere titellose Saison abwenden, muss der WAC besiegt werden. Doch das Team von Trainer Christian Ilzer hat sich in dieser Spielzeit zumeist als harte Nuss präsentiert und liegt in der Meisterschaft nicht umsonst auf dem hervorragenden vierten Platz. Rapid Wien geht gewiss nicht als Favorit in das Cup-Viertelfinale. Mit einer ähnlich schwachen Defensivleistung wie in Hartberg oder Villarreal, wird es auch in Wolfsberg nichts zu gewinnen geben. Wenn die Mannschaft an die Leistung gegen Admira Wacker anschließen kann und vorne geht endlich der Knopf auf, ist ein Aufstieg ins Viertelfinale möglich.

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